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Cyber-Crime: Vermehrt Angriffe aus dem eigenen Land

15.05.2015 – Cyber_Ivan David Gomez_FlickrVon wegen Osteuropäische Hackerkartelle – Cyber-Kriminelle sind in einem Großteil der Fälle innerhalb der eigenen Landesgrenzen zu suchen. Das will eine aktuelle Untersuchung des britischen Security-Spezialisten Threatmetrix herausgefunden haben. 81 Prozent der deutschen Hacking-Angriffe kommen demnach aus dem Landesinneren.

“Wir haben es mit einer zunehmenden hausgemachten Cybercrime-Epidemie zu tun”, erklärt Tony Larks, Director of Research and Communication bei Threatmetrix, angesichts der jüngsten Analyseergebnisse. Diese basieren auf Daten von insgesamt über einer Mrd. Transaktionen, die im Laufe eines Monats im E-Commerce-Bereich registriert worden sind.

Die absolute Top-Platzierung in der Staatenwertung nimmt dabei China ein. Dort sollen ganze 93 Prozent der Fälle in puncto Cyber-Kriminalität auf Urheber innerhalb der eigenen Landesgrenzen zurückgehen. In Frankreich liegt der entsprechende Wert bei 87 Prozent, in Russland – das oft als Ursprungsland von Hacking-Angriffen genannt wird – sind es 85 Prozent. Auch Deutschland findet sich mit 81 Prozent in der Liste wieder

Was die Art und Weise der durchgeführten Attacken betrifft, sieht der Threatmetrix-Bericht die größte Bedrohung in sogenannten “Spoofing”-Angriffen. Hierbei versuchen Kriminelle sich beispielsweise mit gefälschten Online-Identitäten Zugriff zu sensiblen Daten oder dem Bankkonto eines Users zu verschaffen. “Wir haben über 11, 4 Mio. solcher Fälle im Laufe der vergangenen Weihnachtssaison gegen Ende 2014 gefunden”, heißt es vom Sicherheitsunternehmen.

Als besonderen Service bietet das Unternehmen seinen Usern eine Live-Ansicht weltweiter Cyber-Betrügereien an. (vwh/ku)

Bildquelle: Ivan David Gomez/ flickr

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