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Coface: Reduzierung bestehender Deckung im Krisenfall

31.07.2014 – coface-logo-neu“Bei plötzlichen Veränderungen oder Verschärfungen von Ländersituationen kann es sein, dass wir kein Neugeschäft mehr versichern, bestehende Deckungen aber aufrecht erhalten oder Schritt für Schritt im Dialog mit den Kunden reduzieren.” Kreditversicherer Coface hat neben dem wirtschaftlichen Risiko auch das politische Risiko im Blick. Länder mit einem generellen Handelsboykott deckt man grundsätzlich nicht.

Verschärfte Sanktionen gegen Russland, Geschäftsausfälle in der Ukraine, Unsicherheiten rund um Argentiniens Zahlungsfähigkeit – einige Länderbewertungen der Kreditversicherer sind wohl aufgrund der aktuellen Lage unter schärferer Beobachtung. Coface-Sprecher Erich Hieronimus erläutert auf Anfrage von VWheute: “Die Länderbewertungen sind ein Faktor für die Einschätzung des konkreten Risikos bei Geschäftsbeziehungen unserer Kunden mit Unternehmen in dem jeweiligen Land. Der komplette Ausschluss von Ländern ist die Ausnahme, denn auch in Ländern mit einem erhöhten Risiko kann es stabile Geschäftsbeziehungen geben (und umgekehrt in stabileren Ländern riskante Geschäfte). Wir wenden daher immer eine Einzelfallanalyse an, um das konkrete Risiko bemessen zu können.”

In Fällen, in denen man Limite ablehne oder geringer bewilligen als vom Versicherungsnehmer beantragt, hat der Coface-Kunde die Möglichkeit, sich selbst ein höheres Limit zu kaufen: “Wir nennen dieses innovative Produkt TopLiner”, sagt Hieronimus. “Der Kunde sieht transparent, wie sich das Risiko erhöht hat und welchen risikoadjustierten Preis er für eine höhere Deckung bezahlen müsste. Erst dann kauft er die Zusatzdeckung, wenn es sich für ihn rechnet.”

Länder, die von der internationalen Gemeinschaft oder der Bundesregierung mit einem generellen Handelsboykott belegt sind, würden natürlich nicht gedeckt. (ku)

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