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“Christian” kostet Provinzial gut 100 Mio. Euro

27.10.2014 – Fast genau vor einem Jahr, am 28. Oktober 2013, fegte Orkantief “Christian” über den Norden Deutschlands hinweg. Bäume knickten ab wie Streichhölzer, Dächer flogen davon und ganze Gebäude wurden zerstört. Rund 100 Mio. Euro für fast 60.000 Schäden wurden allein durch den Provinzial reguliert. “Damit ist „Christian“ das teuerste Schadenereignis der Unternehmensgeschichte”, unterstreicht Jörg Tomalak-Plönzke, Vorstandsvorsitzender der Provinzial Nord Brandkasse AG.

Es war Mittag, als “Christian” die Inseln und die Westküste Schleswig-Holsteins erreichte. Der Wind frischte innerhalb von Minuten auf, entwickelte sich zum Orkan. In St. Peter-Ording wurden Spitzengeschwindigkeiten von 172 Stundenkilometer gemessen, in Hörnum auf Sylt von 183. Wenig später standen die Telefone bei der Provinzial nicht mehr still, bildeten sich Warteschlangen vor den Agenturen. “Uns kam es darauf an, die Schäden im Sinne der Kunden möglichst schnell und unkompliziert aufzunehmen”, erklärt Sachversicherungsvorstand Matthew Wilby. Bereits am Tag nach dem Orkan kümmerten sich etwa 1.000 Mitarbeiter vor Ort um die Schäden. Die Öffnungszeiten in den Agenturen wurden verlängert. Weitere Innendienstkräfte wurden zur Unterstützung des Schaden-Management-Centers in der Hauptverwaltung in Kiel eingesetzt.

Täglich gingen hier 4.000 Anrufe ein – sechs Mal so viel wie an normalen Tagen. 120 Sachverständige wurden zusammengezogen, um die größeren Schäden zu begutachten. Etwa 90 Prozent der Schäden liefen über die Provinzial Agenturen, die überall in der Region vertreten sind. “Hier zeigte sich die außerordentliche Leistungsfähigkeit der Provinzial als Regionalversicherer”, so Tomalak-Plönzke. “Wir haben für solche Stürme einen Einsatzplan parat. Aber wie bei der Taktikbesprechung in der Kabine, zeigt sich erst auf dem Spielfeld, ob es klappt”, so Wilby. Die Maßnahmen hätten hervorragend gegriffen. Die positiven Reaktionen vieler Kunden zeigten, dass die Schadenregulierung gut und schnell gewesen sei.

Bilanziell hat die Provinzial die Stürme “Christian” und “Xaver” (mit noch einmal über 20.000 Schäden und einem Schadenvolumen von mehr als 20 Mio. Euro) gut überstanden. Unter dem Strich verblieb im Geschäftsjahr 2013 trotz der außergewöhnlich hohen Schadenbelastung ein Überschuss von 2,6 Mio. Euro nach Steuern. Dabei konnte der norddeutsche Versicherer auf seine starke Substanz und die Rückversicherungen zurückgreifen. (wo)

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