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China verstärkt Einkäufe im Westen

19.01.2015 – chinaEin Beitrag von VWheute-China-Korrespondent Heng Yan.

Mit einem gesamten Ausgabevolumen von ca. 70 Mrd. US Dollar war das Jahr 2014 ein Jahr der beispiellosen Auslandsinvestition von chinesischen Unternehmen. Während sich in der Vergangenheit die Übernahmen auf kleine produzierende Betriebe für ein paar Mio. Euro beschränkten, zielen heute die Investoren aus China auf die am Markt gut positionierten mittelgroßen Unternehmen im Westen, insbesondere auf die Unternehmen im Finanz- oder Dienstleistungssektor.

Dabei fällt besonders auf, dass die chinesischen Versicherungsgesellschaften massiv einkaufen oder westliche Versicherungsunternehmen gern übernommen werden. Nachdem Anbang Insurance im Oktober des letzten Jahres den belgischen Versicherer FIDEA NV kaufte, erwarb derselbe in Peking ansässige Versicherer für 219 Mio. Euro die belgische Delta Lloyd Bank. Haitong International, ein Wertpapierbroker, übernahm Ende Oktober für 20 Mio. US Dollar die japanische Investmentfirma Japaninvest und kündigte im Dezember 2014 den Erwerb der portugiesischen Banco Espirito Santo für 379 Mio. Euro an.

Das Investment- und Beteiligungsunternehmen Fosun aus Schanghai, das im Dezember den US-Versicherer Meadowbrook für 433 Mio. US Dollar übernommen hatte, erklärte noch dazu, dass man den Schwerpunkt bei Firmenkäufen auf die westlichen Versicherungsunternehmen lege.

Aller Voraussicht nach werden die Finanzunternehmen aus dem Reich der Mitte ihre Einkaufsaktivitäten im Westen in den kommenden Jahren noch intensivieren.

Bild: Das Finanzzentrum von Schanghai. (Quelle: hy)

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