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China: Versicherer übereifrig nach tödlicher Massenpanik

07.01.2015 – SchanghaiVon VWheute-Asien-Korrespondent Heng Yan.

Nach der Massenpanik bei der Silvesterfeier in Schanghai, bei der 36 Personen ums Leben gekommen und mehr als 40 Personen zum Teil schwer verletzt wurden, haben etwa zehn Versicherungsunternehmen bekannt gegeben, dass sie ihre Notfallpläne und sogenannte grüne Kanäle für Schadensregulierung aktiviert hätten.

Einige Versicherer gaben an, nicht warten zu wollen, bis die Versicherungsnehmer zu ihnen kommen. Sie wollten selbst aktiv unter den Toten und Verletzten nach ihren Versicherten suchen. So schickte die Pacific Insurance publikumswirksam ihre Mitarbeiter in die Krankenhäuser, um nach ihren möglichen Versicherten zu suchen. Die Ping An richtete nach eigenen Angaben sogar eine Regulierungsstelle vor Ort ein, um “First Time Service” zu leisten. Zugleich bot die Ping An direkt an der Unfallstelle psychische Beratungen an.

Branchenkenner bezweifeln jedoch, ob es unter den Toten und Verletzten wirklich so viele Versicherte gibt, da fast alle junge Studenten sind. Und diese seien meist nicht versichert, heißt es nach Expertenangaben. Sie gehen daher eher davon aus, dass die Versicherer dieses Ereignis für Werbezwecke nutzen. In China ist es nicht unüblich, dass die Versicherungsunternehmen bei Katastrophenfällen solche Maßnahmen ergreifen. (hy)

Bild: Der “Bund” in Schanghai: Hier ereignete sich am Silvester 2014 eine tödliche Massenpanik (Quelle: hy)

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