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China: Internet-Händler stoßen ins Versicherungsgeschäft

21.10.2015 – China Shanghai by_Ralf Hanke_pixelio.deVersicherungsmanager werden unruhig, wenn sie davon hören, dass Google oder Amazon möglicherweise an einen Einstieg ins Versicherungsgeschäft denken. In China machen die Internet-Plattformen Alibaba und JD.com damit ernst. Das Unternehmen hat Mitte Oktober bekannt gegeben, dass das Unternehmen im chinesischen Südwesten Sachversicherung gründen wird. Dafür hat JD.com mit der Provinzregierung Sichuan ein Abkommen geschlossen.

JD.com hat neben eigener Online-Zahlungsplattform eine Plattform “Crowdfunding”, die Vergabe von kleinen Krediten von Privatpersonen für Privatpersonen ermöglicht. Das IT-Unternehmen macht deutlich, dass man nicht nur eine isolierte Sachversicherung gründen will, sondern eine Versicherung in seine “Finance-Sphere” – zur Zeit ein Modewort in China – generisch zu integrieren.

JD.com ist mit einem Markanteil nach Umsatz von 56,3 Prozent im 1. Quartal 2015 der größte Online-Supermarkt in China. Das börsennotierte Unternehmen im Nasdaq erzielte in 2014 einen Umsatz von umgerechnet 28,5 Mrd. Euro und ein Ergebnis vor Steuern von 15,9 Mrd. Euro.

Die an der New Yorker Börse notierte Alibaba ist eine B2B-Internet-Handelsplattform. Deren Umsatz lag 2014 bei umgerechnet zehn Mrd. Euro mit einem Nettogewinn von 3,32 Mrd. Euro. Alibaba hat vor zwei Jahren gemeinsam mit der größten privaten Versicherungsgesellschaft Ping An eine reine Online-Versicherung namens Zhong An gegründet. Sie vertreibt im World Wide Web einfach gestaltete Sach- und Lebensversicherungen. (hy)

Bild: Shanghai (Quelle: Ralf Hanke / pixelio.de)

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