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Check24 sieht den Markt der Vergleichsportale immer enger werden

16.10.2014 – check24-logo-gebaeude-150Von VWheute-Korrespondent Reinhold Müller.

Digitalisierung und Internet sind für die Versicherer „zum Kernthema geworden“ und die Assekuranz damit „aufgewacht“. Das stellte Henrich Blase, Gründer und Geschäftsführer der Check24 Vergleichsportal GmbH in München, anlässlich eines Medien-Roundtable seines Unternehmens fest – und „das ist gut für uns“.

Dem Check24-Umsatz jedenfalls war es offensichtlich förderlich, denn der legte Blases Angaben zufolge im Geschäftsjahr 2013/14 (31. März) im Vergleich zum Vorjahr erneut kräftig von 160 Mio. auf 207 Millionen Euro zu. Nicht so gut sieht es dagegen offensichtlich bei der Renditeentwicklung aus.

Zwar sei das 1999 gegründete Unternehmen „immer profitabel“ gewesen, betonte Blase, ohne  konkretere Zahlen zu nennen. Er stellte aber auch fest, dass „es sehr schwer ist, im Internet profitabel zu bleiben“. Dies einerseits wegen der ständig steigenden Marketing-Kosten, um die eigene Marke im Markt zu profilieren und präsent zu halten, aber ebenso deshalb, weil sich auch der unbestrittene Marktführer unter den deutschen Vergleichsportalen auf seinem Markt längst selbst einem zunehmenden Wettbewerbsdruck ausgesetzt sieht.

Das einerseits, weil sich die klassische Anbieter-Landschaft verändert hat. Unter anderem dadurch, dass das vormals zu einer Versicherergruppe um die HUK-Coburg gehörende Vergleichsportal Transparo nun unter dem Dach des Konkurrenten Verivox gelandet ist. Zugleich drohen weitere Markteintritte wie der von Google. Bei allem, was wie beispielsweise Tarifvergleiche und Vermittlungen von Flugbuchungen oder sehr einfachen Versicherungsprodukten wie Kfz-Policen rein online abzuwickeln ist, haben Großkonzerne nämlich eindeutig einen Wettbewerbsvorteil, konstatiert Blase nüchtern.

Die eigene Zukunft sieht er daher vor allem darin, die über die Jahre bei Check24 bereits aufgebaute Beratungskompetenz noch weiter zu steigern. Die nämlich werde auf Seite der Kunden mehr und mehr geschätzt und gefordert. Inzwischen sei die noch vor rund einem Jahrzehnt absolut vorherrschende Preissensibilität nämlich auch bei den Nutzern von Vergleichsportalen in hohem Maße einer Orientierung an den Leistungsmerkmalen der einzelnen Tarife gewichen.

Damit sieht sich Blase nun jedoch mit einem weiteren Hindernis konfrontiert, unter dem auch die Versicherer leiden. Schon jetzt sind zwar über die Hälfte der insgesamt rund 700 Mitarbeiter von Check24 ausgebildete Versicherungskaufleute mit spezieller Zusatzausbildung, wie er betont, aber die Rekrutierung weiterer solcher Mitarbeiter falle immer schwerer. Dies bremse nicht zuletzt die Ausweitung der eigenen Angebotspalette um komplexere Produkte wie beispielsweise Kranken- und Zahnzusatzversicherungen oder gar Rentenversicherungen.

Bild: Check24 Hauptverwaltung in München. (Quelle: vwh)

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