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Burnout ist gesamtwirtschaftlicher Faktor auch bei Versicherern

03.03.2015 – Burnout_Jorma_BorkDie Belastung nimmt gefühlt auch in der Versicherungsbranche zu. Burnout ist durchaus ein Thema und ein wirtschaftlicher Faktor für Unternehmen. Friedel Rohde, Geschäftsführer der Deutschen Versicherungsbörse, kennt die Gründe: “Termin- und Leistungsdruck, zu große Arbeitsmengen, uneffektive Besprechungen, hohes Arbeitstempo, hohe Verantwortung und eine geringe Planbarkeit der Arbeit.”

Eine aktuelle Umfrage der Versicherungsbörse zeigt: Der Anteil der Personen, die sich durch die tägliche Arbeit nur mäßig belastet fühlen, liegt bei allen Gruppen unter 15 Prozent. Außerdem führt die Studie an, dass bei einem beispielhaften Unternehmen der gesamtwirtschaftliche Schaden von Burnout für ein Unternehmen mehr als zehn Prozent des Jahresumsatzes ausmachen kann.

Störungen, Ablenkungen und Unterbrechungen sind mit Bewegungsmangel und Kommunikation die größten Probleme der Mitarbeiter. Trotz einzelner Ausfälle respektiere die Großzahl der Befragten aber den Vorgesetzten. Auch herrscht die Ansicht vor, dass dieser dem Mitarbeiter vertraut.

Die subjektive Einschätzung bei Führungskräften und Sachbearbeitern unterscheidet sich mitunter deutlich. So gehen beispielsweise die Führungskräfte davon aus, dass sich 60 Prozent der Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen identifizieren, die Teilnehmer ohne Leitungsfunktionen sehen das nur zu 40 Prozent so.

„Es zeigt sich, dass eine hohe Anzahl Personen sehr gefährdet ist“, kommentiert Friedel Rohde die Ergebnisse. „Wenn mehr als die Hälfte der befragten Personen angeben, dass sie Kleinigkeiten schnell auf die Palme bringen, die körperliche Fitness deutlich gelitten hat und dass nach der Arbeit kaum noch Energie für Freizeitaktivitäten, für die Familie oder für Freunde ist“, ist Gefahr im Verzug.

Mehrfach würde, so die Studie weiter, die Verstärkung durch weitere Mitarbeiter angemahnt und Befragte berichteten auch vom Wegschauen auf den Führungsebenen. Rohde führt dazu einen Kommentar an: „Es gibt unter den Kollegen so viele Anzeichen dafür, was auch den Führungskräften bekannt ist. Dennoch wird einfach weggeschaut und nicht nach gemeinsamen Lösungen gesucht. Man fühlt sich damit einfach alleine gelassen.“ (vwh/ku)

Bildquelle: Jorma Bork / pixelio.de

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