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Börsengang des australischen Versicherers Medibank

08.01.2015 – Der australische Krankenversicherer Medibank ist zum Jahresende 2014 an die Börse gegangen. Medibank wurde ursprünglich als staatlich betriebene Non-Profit-Organisation gegründet, um für Konkurrenz zu den privaten Krankenversicherern zu sorgen. Mit einem Marktanteil von 30 Prozent ist Medibank der größte sogenannte private Health Fund, allerdings bislang in öffentlicher Hand.

Privatinvestoren mussten zwei australische Dollar pro Aktie berappen, institutionelle Investoren 2,10 Dollar. Die so erzielten 5,6 Mrd. Dollar will die Regierung in Infrastrukturmaßnahmen stecken. Die Aussichten für Medibank erscheinen gut. Das Unternehmen wächst derzeit schneller als das australische Bruttoinlandsprodukt. Die Dividende soll im ersten Jahr 3,5 Prozent betragen.

Kritiker jedoch verweisen darauf, dass der Markt hochgradig reguliert bleibt. Auch private Krankenversicherer können die Prämienhöhe nicht selbst festlegen. Alle Veränderungen müssen von der Regierung genehmigt werden. Aufgrund ihrer Größe wird Medibank jedoch Teil des australischen Börsenindex ASX. Institutionelle Investoren, die ihr Portfolio diesem Index folgend gestalten, werden die Aktie also halten müssen. (bab)

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