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BGV erzielt 2014 ein “stabiles positives Ergebnis”

26.05.2015 – heinz_ohnmachtDie BGV / Badische Versicherung hat das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem “stabilen positiven Ergebnis” abgeschlossen, kommentierte Vorstandschef Heinz Ohnmacht auf der Bilanzpressekonferenz die Bilanzzahlen für 2014. Mit einem Jahresüberschuss von 5,2 Mio. Euro konnte der BGV demnach nach eigenen Angaben an die positive Entwicklung der Vorjahre anknüpfen.

Besonders stolz zeigt sich Ohnmacht mit dem überdurchschnittlichen Bestandwachstum von 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert. Erstmalig hat der BGV mit Beitragseinnahmen von 300 Mio. Euro eine historische Grenze überschritten. Ohnmacht begründet dies vor allem mit der hohen Kundenzufriedenheit. Dabei bezog er sich auf eine vom BGV in Auftrag gegebene repräsentative Kundenumfrage von 2014, bei dem der Versicherer einen Weiterempfehlungswert von +48 erhielt. Der Branchendurchschnitt liege im Vergleich bei minus acht.

Zufrieden zeigte sich der BGV-Vorstandschef auch mit dem Verlauf des Schadensjahres 2014. Im Vergleich zum “Unwetterjahr” 2013 blieb die Versicherungsgruppe weitgehend von Großschäden verschont. So stiegen die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle im Jahr 2014 im Vergleich zum Wachstum der Beitragseinnahmen nur leicht um 0,8 Mio. Euro auf 214,5 Mio. Euro (2013: 213,7 Mio.). Lediglich die Rechtschutzsparte verzeichnete mehr Schäden. “Hintergrund sind vor allem die Banken”, betonte Ohnmacht. Demnach stieg die Zahl der Streitfälle aufgrund falscher Widerspruchsbelehrungen sowie die Änderungen im Gebührenrecht.

Mit Ausblick auf 2015 ergänzte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende, Edgar Bohn, dass die Unwetter in Freiburg vergangene Woche mit bislang 1.300 Schadensfällen und einer Schadenssumme von bislang zwei Mio. Euro zubuche schlägt. Allerdings “verzeichnet der BGV täglich etwa 100 weitere Schadensfälle”, sagte Bohn weiter. Insgesamt rechnet Bohn mit einem Unwetterschaden von drei bis vier Mio. Euro in der Kfz- und Kaskoversicherung. Auch Sturm Niklas hat sich im ersten Quartal dieses Jahres bereits negativ auf die Schadensbilanz – insbesondere in der Wohngebäudeversicherung – ausgewirkt. So stiegen die Schadensaufwendungen um 10,4 Prozent auf 48,1 Mio. Euro.

Zufrieden ist Vorstandschef Ohnmacht mit dem Kfz-Geschäft. Insgesamt machen die Kfz-Bestandskunden konzernweit einen Anteil von rund 45 Prozent der insgesamt 1,6 Mio. Bestandsverträge aus. “Wir sind nicht mehr unter Wasser”, betonte Ohnmacht bei der Vorstellung der Ergebnisse. So arbeite der BGV bei den Autoversicherungen derzeit kostendeckend. Abwartend ist Ohnmacht bei den Telematiktarifen. “Hier sind wir keine Vorreiter in Deutschland”, betonte Ohnmacht.

Ein Hauptaugenmerk legte der BGV-Chef auch auf die Digitalisierung. Ohnmacht hob den Multikanalmix aus Makler, Außendienst und Online hervor: “Hier herrscht überall der gleiche Preis”. Dies sei wichtig, “da es sonst zur Kannibalisierung” beitrage: “Bei uns herrscht Waffengleichheit!”, so Ohnmacht. (vwh/td)

Bild: Heinz Ohnmacht, Vorstandschef des BGV

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