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BG ETEM verzeichnet weniger Unfälle und geringere Kosten

21.09.2016 – arbeiter_fotolia_industrieblickDie Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) hat im vergangenen Jahr in ihren Mitgliedsunternehmen rund 56.000 Arbeitsunfälle registriert. Dies entspricht 18,3 Unfällen je 1.000 Vollarbeiter, teilte die Berufsgenossenschaft mit. Damit sank die Unfallhäufigkeit im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Prozent. Leicht gestiegen ist dagegen die Zahl der Unfälle auf dem Arbeitsweg: Diese stiegen um 0,3 Prozent auf knapp 12.700.

Ebenfalls einen Anstieg registrierte die BG ETEM auch bei den Berufskrankheiten. Demnach stieg die Anzahl der Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit im Jahr 2015 erneut um rund 9,4 Prozent. “Ursächlich dafür sind in erster Linie die Anerkennung von vier Erkrankungen als neue Berufskrankheiten”, erläutert Olaf Petermann, Vorsitzender der Geschäftsführung der BG ETEM.

Gleichzeitig hat die Spätfolgen des Asbesteinsatzes in Deutschland belasteten die BG ETEM auch 2015 noch erheblich. Von 502 neuen Renten für Berufskrankheiten gehen über 60 Prozent, nämlich 317, auf eine asbestbedingte Berufskrankheit zurück. Die Kosten für die Rehabilitation und Entschädigung von Asbesterkrankungen beliefen sich 2015 auf knapp 95 Mio. Euro. Dies entspricht einem Anstieg um fast drei Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Trotz der Belastungen durch Asbest sind die Gesamtausgaben der BG ETEM nach eigenen Angaben um fast ein Prozent auf rund 1,3 Mrd. Euro gesunken. Der Hauptanteil entfiel demnach mit 831 Mio. Euro auf die Rehabilitation und Entschädigung von Arbeits- und Wegeunfällen sowie Berufskrankheiten. Mit rund 111 Mio. Euro hat die BG ETEM ihre Mitgliedsunternehmen dabei unterstützt, Unfällen und Berufskrankheiten vorzubeugen.

Damit gehen laut Berufsgenossenschaft rund 70 Prozent der Ausgaben in Form von Renten, Verletztengeld, medizinischen Kosten oder Präventionsdienstleistungen an Mitgliedsunternehmen und Versicherte zurück. Der Rest verteilt sich laut BG ETEM auf die Unfallversicherung mit rund 23 Prozent. Hinzu kommen knapp sieben Prozent Verwaltungs- und Verfahrenskosten. (vwh/td)

Bildquelle: Fotolia

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