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Betrugsmasche mit Drahteseln, die es nicht gibt

01.12.2014 – Fahrrad_Michael Buehrke_pixelioErwischt: Ein besonders dreister Betrugsversuch wurde durch das Schadenmanagement der Arag aufgedeckt. Besonders teure Fahrräder – nie bezahlt und so nicht gekauft – waren bei der Hausratversicherung als gestohlen gemeldet worden.

Der Einfallsreichtum, um seine Versicherung als „Geldquelle“ zu nutzen, ist schon erstaunlich: Kunde N.W. schloss im vorigen Jahr eine Hausratversicherung ab und legte Wert auf den Einschluss von Fahrrädern. Gleich vier Wochen später meldete er im Schadenmanagement der Arag, dass ihm am Vortag ein neues Fahrrad gestohlen wurde. Nur einen weiteren Tag später war ihm angeblich ein zweiter Drahtesel entwendet worden.

Die Anschaffungen wurden mit Rechnungen eines Internet-Versandhandels über 1.999,00 EUR und 1.899,00 EUR belegt. Zudem sollten zwei handschriftlich ausgefüllte ADFC-Fahrradpässe den Besitz unterstreichen. Mehrere Punkte machten die Schadensachbearbeiter stutzig: Die ungewöhnlich hochpreisigen Fahrräder, der Umstand, dass die Zweiräder an einem Tag gestohlen wurden und die Nähe des Diebstahls zum Vertragsbeginn.

Eine Anfrage beim Fahrradhändler bestätigte den Verdacht. Die Ware war nie ausgeliefert worden, da die Rechnungen gegen Vorkasse nicht bezahlt wurden. Die strafrechtlichen Ermittlungen wegen versuchten Betruges ergaben dann, dass mit der gleichen Masche noch sechs andere Versicherer betrogen wurden und bei vier weiteren Versicherern betrugsrelevante Schadenmeldungen vorlagen. Der Schaden ging in die Tausende Euro. Aufgrund der Initiative der ARAG konnten alle Fälle polizeilich aufgeklärt werden. (wo)

Bildquelle: Michael Bürhke/ pixelio

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