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“Bestehende Kapazitäten verlagern sich”

20.06.2016 – Klein_AccentureDie Herausforderungen der Digitalisierung lassen sich mit Standardsoftware angehen. Davon ist Michael Klein, Managing Director Insurance bei Accenture, überzeugt. Er spricht aus Erfahrung, denn das Unternehmen pflege langjährige Geschäftsbeziehungen mit fast allen großen Versicherern, erklärt der Experte im Exklusiv-Interview mit VWheute.

VWheute: Wie profitieren Kunden von der Partnerschaft zwischen Accenture und Guidewire?

Michael Klein: Nach unserer Einschätzung zählt die Standardsoftware von Guidewire zu den führenden Produkten für die P&C-Versicherung, die zurzeit am Markt verfügbar sind. Im Zuge der nun engeren Zusammenarbeit bringt Accenture unter anderem die ausgeprägte Erfahrung im Versicherungsbereich und einen erfolgreichen Track Record in der Implementierung von IT-Projekten in die Kooperation ein. Eines der wesentlichen Differenzierungsmerkmale ist dabei unsere Liefersicherheit. Kunden profitieren durch die Kooperation, denn gemeinsam verbinden wir eines der besten Produkte mit hoher Liefersicherheit bei der Implementierung der Software sowie ihrer Integration in bestehende Anwendungslandschaften.

VWheute: Wie viele Versicherer betreuen Sie aktuell in Deutschland? In welcher Art?

Michael Klein: Accenture pflegt mit fast allen großen deutschen Versicherungsunternehmen langjährige Geschäftsbeziehungen. Zudem konnten wir auch in den letzten Jahren weitere Versicherer als Kunden gewinnen, u.a. im Mid-Market-Segment. Wir bieten unser gesamtes Serviceportfolio an – von der Strategie über Consulting und Digital bis hin zu Technologie- und Operations-Dienstleistungen (Business Process Outsourcing, Infrastruktur-Services). Dabei spüren wir auch eine deutliche Rotation hin zu “neuen” Themen wie Digitalisierung, Cloud-Computing und Security-Lösungen.

VWheute: Was gibt es beim Versicherer der Zukunft, was es heute noch nicht gibt bzw. was zeichnet in dem Kontext den Versicherer der Zukunft aus?

Michael Klein: Ein wesentlicher Aspekt ist die konsequente Digitalisierung. Die Strukturen der Versicherer werden sich verändern, insbesondere in der Kunden- und Vertriebspartnerinteraktion über digitale Kanäle. Durch den verstärkten Ausbau von Analytics werden die Versicherer Cross- und Upsellingpotentiale realisieren und der Einsatz von Robotics-Software wird die Automatisierung im Backoffice beschleunigen. Aber – wir werden auch immer häufiger den parallelen Aufbau rein digitaler Versicherungseinheiten sehen, die unter eigener Flagge und mit einer eigenen Produktfamilie als Speed-Boote der bestehenden Unternehmen fungieren.

Diese können sowohl in der Organisation als auch auf IT-Ebene vollständig von bestehenden Altstrukturen des Versicherers entkoppelt werden. Damit sind sie in der Lage, weit agiler sowie kosten- und preisgünstiger am Markt aufzutreten. Rein digitale Versicherer lassen sich nahezu vollständig auf Self Services ausrichten und kommen daher ohne etablierte Kundenkanäle wie Callcenter aus. In diesem Zusammenspiel wird sich die Mitarbeiter- und Aufgabenstruktur der Versicherer den digitalen Gegebenheiten anpassen. Zugleich verlagern sich bestehende Kapazitäten auf neu entstehende Aufgabenbereiche, zum Beispiel digitales Marketing oder Analytics.

Die Fragen stellte VWheute-Redakteur Rafael Kurz.

Bild: Michael Klein, Managing Director Insurance bei Accenture (Quelle: Accenture)

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