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BCA wehrt sich: Vermittler sind ausreichend qualifiziert

19.08.2014 – BCADer Maklerpool BCA hat Vorwürfe zurückgewiesen, dass Berater unter das Haftungsdach der konzerneigenen Tochter Bank für Vermögen (BfV) schlüpfen konnten, die dafür keine ausreichende Qualifikation besitzen. Die Bank habe alle gesetzlichen Vorgaben eingehalten. Im Rahmen wiederholter Prüfungen durch die Aufsicht hätte es keine Beanstandungen gegeben, erklärt der BfV-Vorstand in einer Stellungnahme.

Die Wirtschaftswoche hatte in ihrer neuesten Ausgabe berichtet, dass die Bank Finanzvermittler dazu bewogen habe, sich rechtzeitig bis zum Stichtag 31.10.2012 dem Haftungsdach anzuschließen, um ihre Zulassung als Finanzvermittler nicht zu verlieren. Beleg für das gesetzeswidrige Verhalten soll sein, dass bis Ende Oktober rund 200 Vermittler schnell noch den von der BfV angebotenen Rettungsanker genutzt hätten. Zurzeit sind über 400 Berater („tied agents“) Mitglieder des BfV-Haftungsdaches.

Nach diesem Termin galten verschärfte Vorschriften für die Tätigkeit als Berater, die jetzt nachweisen müssen, dass sie über ausreichendes Fachwissen verfügen. Das ist der Fall, wenn sie z.B. eine IHK-Fachprüfung bestanden oder eine Ausbildung, z.B. als Bankkaufmann, absolviert haben. Ausgenommen waren nur Berater, die als sogenannte „Alte Hasen“ bis spätestens Mai 2013 nachgewiesen hatten, dass sie über sechs Jahre ununterbrochen in der Anlageberatung für ein von der Finanzaufsicht Bafin reguliertes Unternehmen tätig waren. Die BfV schreibt in ihrer Erwiderung, dass das Unternehmen bereits im Vorfeld des Inkrafttretens des § 34f Gewerbeordnung (GewO) zum 1.11.2012 ihr Geschäftsmodell grundlegend umgestellt und an den neuen gesetzlichen Vorschriften der Wertpapierhandelsgesetz-Mitarbeiteranzeigeverordnung (WpHG-MaAnzV) ausgerichtet habe.

Ein besonderes Augenmerk sei dabei auf die Qualifikation der vertraglich gebundenen Vermittler und namentlich auf die Einordnung einer historisch gewachsenen Beratungstätigkeit der betreffenden Personen im Rahmen eines Sachkundenachweises gelegt worden. Die Bank für Vermögen vertritt zudem die Ansicht, dass regelmäßige Weiterbildung in einem sich ständig verändernden Marktumfeld weitaus wichtiger sei als Vorerfahrungen. Alle unter dem Haftungsdach der BfV tätigen Berater seien verpflichtet, mindestens einmal jährlich an einer umfassenden Haftungsdachschulung teilzunehmen. Außerdem biete die Bank für Vermögen ein breites Spektrum an Weiterbildungsmöglichkeiten über die hauseigene Akademie in Zusammenarbeit mit der Deutschen Makler Akademie und der Frankfurt School of Finance an. Die Berater verfügten daher über ein breites und vor allem aktuelles Beratungs-Knowhow. Darüber hinaus würde die Qualifikation der Berater in der praktischen Anwendung durch regelmäßige Vor-Ort-Besuche der Abteilung Compliance, des Wirtschaftsprüfers und der internen Revision geprüft. (wo)

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