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Aon: Kaufentscheidung für Cyber-Policen bleibt noch aus

08.10.2015 – Digital Cyber Industrie 4.0 - quelle Hannover MesseAons Schwerpunktveranstaltung zum Thema “Cyberrisiken” bestätigt den derzeitigen Trend: Cyber-Policen stehen vor dem Durchbruch – zumindest auf der Angebotsseite. Obwohl Unternehmen sich der möglichen Bedrohung eines Hackerangriffs bewusst sind, sichern sie sich nicht ausreichend vor den Angreifern aus dem Netz. Verschärfte Meldepflichten könnten das ändern.

Rund 120 Vertreter aus der Industrie sowie Erst- und Rückversicherung diskutierten über die Entwicklung von Cyberrisiken, der Einstellung von Unternehmen ihnen gegenüber sowie den aktuellen Möglichkeiten des Versicherungsschutzes.

“Die globale Vernetzung über digitale Medien wirkt bei Reputationsschäden durch Cyberrisiken wie ein Brandbeschleuniger”, sagte Jan-Oliver Thofern, Chairman & CEO von Aon Benfield im deutschsprachigen Raum und Gastgeber der Tagung. Alle Referenten waren sich darin einig, dass die Mehrheit der Industrieunternehmen die Gefahr von Computerattacken erkannt habe, aber die Kaufentscheidung für eine Cyber-Police –  aufgrund der fehlenden Standards für solche Produkte – ausbleibt.

Neben dem wachsenden Risikobewusstsein ermöglichen verschärfte Meldepflichten bei Hackerangriffen im Rahmen des IT-Sicherheitsgesetzes und der EU-Datenschutzverordnung einen weiteren Schub bei der Etablierung von Cyberpolicen, konstatiert Aon in seinem jüngsten Markt-Report.

Auch der Konkurrent Marsh erlebt laut Geschäftsführer Georg Bräuchle “eine Welle von Anfragen und Abschlüssen bei Cyber-Policen.” Vor drei Jahren hat der Makler nur mit Hiscox zusammengearbeitet, heute zeichnen über 15 Gesellschaften Cyberrisiken. Marsh plant im November sein eigenes Bedingungswerk für den deutschen Markt in Form einer Cyber-Facility, berichtete VWheute. (vwh/dg)

Bildquelle: Hannover Messe

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