Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

Anlage-Gebot für Versicherer: Flexibilität voll ausschöpfen

08.06.2015 – Happe_AllianzBeitrag von Karl Happe, Allianz Global Investors. Das Gebot der Stunde ist, das Anlageuniversum auszuweiten und das Maximum an gegebener Flexibilität auszunutzen. Bei aller Einschränkung durch die neuen Solvenzkapitalanforderungen verschaffen großzügig bemessene Übergangsregelungen und ein teilweiser Bestandsschutz für Altanlagen Versicherern einiges an Flexibilität.

Zugegebenermaßen schaffen die aktuellen Solvency-II-Regeln für Versicherer einen großen Anreiz, ihre Portfolien auf Euro-Staatsanleihen zu konzentrieren. Die Risikokapitalanforderungen für heimische Staatsanleihen sind einfach um Größenordnungen geringer als für andere Anlageklassen. Dennoch sollte der bestehende – wenn auch oftmals nur kleine – Handlungsspielraum genutzt werden, um in alle anderen Anlageklassen außer Staatsanleihen zu investieren. Denn: Ein schlechtes Investment wird nicht dadurch besser, dass ein Modell dazu rät.

Ein gut diversifiziertes Portfolio bestehend aus risikobehafteten Anlagen wie Aktien, Schwellenländer-Lokalwährungsanleihen, US-amerikanischen und australischen erstklassigen und inflationsgebundenen Anleihen sowie kürzerlaufenden hochverzinslichen Wertpapieren kann leicht eine Rendite von drei Prozent pro Jahr erzielen. Ein derartiges Portfolio kann so zusammengestellt werden, dass die Gesamtvolatilität nicht erheblich über der langlaufender europäischer Staatsanleihen liegt.

Das Chance-Risiko- Verhältnis ist dabei allerdings wesentlich günstiger. (vwh/ku)

Bild: Karl Happe, CIO Insurance Related Strategies, Allianz Global Investors. (Quelle: Allianz)

bestellen_vwh

Link: Expert: Rendite gesucht. Karl Happe, CIO Allianz Global Investors, geht ins Detail zu Kapitalanlagen unter Solvency II und Niedrigzins, in VW 6/15 (Einzelartikel zu 3,81 Euro)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten