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Anbang will Lebensparte an die Börse bringen

25.08.2016 – finanzviertel_peking_hyDer für seine erworbenen Luxushotels bekannte Versicherungsriese aus Peking plant, die heimische Lebensversicherungssparte sowie einige Überseetöchter an die Hongkonger Börse zu bringen. Die beauftragenden Investmentbanken bestätigten, dass sich die Gespräche in einer frühen Phase befinden, ohne konkrete Angaben zum Volumen oder Preisen zu nennen.

Laut übereinstimmenden Medienberichten will Anbang zunächst über eine Privat-Platzierung Geld einnehmen, was bereits in den kommenden Monaten geschehen könnte. Der Börsengang ist für das kommende Jahr geplant, bevorzugt in Hongkong. Das Börsenparkett in New York will man meiden. Das IPO könnte endlich mehr Licht in die Besitzverhältnisse des Unternehmens bringen.

Nach eigenen Angaben verfügte der Konzern Ende 2015 über ein Vermögen von umgerechnet 244 Mrd. Euro. Laut Bloomberg wurden in den vergangenen Jahren mindestens 13,5 Mrd. US-Dollar für Zukäufe ausgegeben. Anbang hatte 2014 das berühmte Waldorf-Astoria-Hotel in New York gekauft. Im Wettbieten um die Starwood-Hotelkette haben die Investoren aus China im März überraschend ihr milliardenschweres Angebot zurückgezogen. Experten vermuten, auf Druck der chinesischen Aufsichtsbehörden, berichtete VWheute.

Auch halten viele Marktbeobachter es für verdächtig, dass Anbang aus dem Bieterverfahren um ING Life Korea ausgestiegen ist und sich gleichzeitig ungewöhnlich viel Zeit lässt, das Lebensversicherungs- und Fondsgeschäft der Allianz in Südkorea zu übernehmen. Nach der Verkündung des Deals im April bestätigte die südkoreanische Finanzaufsichtsbehörde, dass Anbang immer noch keinen Antrag auf Erlaubnis eingereicht hat, Mehrheitsaktionär bei den beiden Allianz-Töchtern zu werden. Laut Medienberichten zwingt Peking den Versicherer, vom Kaufvertrag zurückzutreten, als Reaktion für Seouls Entscheidung, das amerikanische Raketenabwehrsystem U.S Terminal High Altitude Area Defense (THAAD) auf seinem Boden zu stationieren, berichtete VWheute. (dg)

Bild: Finanzviertel in Peking (Quelle: hy)

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