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Altersarmut: Versicherer erkennen Handlungsbedarf

18.11.2014 – uschi_dreiucker_pixelio.deDas Thema Altersarmut brennt den Deutschen unter den Nägeln. Eine weitere Studie bringt den sorgenvollen Blick in die Zukunft: 38 Prozent der Befragten gehen davon aus, im Alter arm zu werden. Die Versicherer erkennen Handlungsbedarf.

So kam die Umfrage der Stuttgarter Lebensversicherung zu dem Ergebnis, dass 81 Prozent aller Befragten eine Lebens- oder Rentenversicherung zur Altersabsicherung abgeschlossen haben. Dennoch scheinen die Verbraucher das Produkt der Lebensversicherung zunehmend kritisch zu sehen. So vertraten 78 Prozent die Auffassung, dass die angebotenen Produkte den Gesellschaften hohe Gewinne zulasten der Versicherten bescheren würden. Nur jeder Fünfte gab zudem an, noch großes Vertrauen zu seinem Versicherungsvertreter zu haben.

Besonders stark ausgeprägt ist die Furcht vor einer Unterversorgung im Alter bei Frauen und jungen Menschen: Mit 46 Prozent haben deutlich mehr weibliche als männliche Befragte (32 Prozent) Angst vor Altersarmut. Und obwohl sie noch am meisten Zeit haben, für den Ruhestand zu sparen, ist die Befürchtung nicht genügend vorgesorgt zu haben, bei den 18- bis 29-Jährigen mit 57 Prozent deutlich stärker ausgeprägt als bei den 40- bis 49-Jährigen (40 Prozent).

Die meisten schieben das Thema schlichtweg auf die lange Bank. 61 Prozent sagen, dass sie sich später darum kümmern werden. Auf Platz zwei landet mit 56 Prozent die Unsicherheit, welche Form der Altersvorsorge die richtige ist. 24 Prozent geben als Ursache sogar an, dass sie nicht das Gefühl hätten, privat vorsorgen zu müssen.

Experten sehen das Produkt indes Lebensversicherung im Moment aufgrund hoher Kosten und geringer Überschüsse mit Schwierigkeiten am Markt. Ob die konsquente Umsetzung des LVRG tatsächlich die Chance ist, die Lebensversicherung dauerhaft attraktiv zu gestalten, muss sich erst noch zeigen. Entsprechend sind neue Ansätze im Vertrieb gefragt wie auch Optimierung von Strukturen (siehe DOSSIER).

“Auch wir Versicherer sind gefordert, dagegen zu steuern. Mit besseren Produkten, verständlicheren Angeboten, individueller Beratung – um bei der Lösung dieses gesellschaftlichen Problems zu helfen“, sagt Ralf Berndt, Vorstand Vertrieb und Marketing bei der Stuttgarter Lebensversicherung.

Bildquelle: uschi dreiucker/ pixelio

Link: Die Umfrageergebnisse im Überblick

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