Versicherungswirtschaft-heute
Samstag
10.12.2016
          Mobilversion

 


- Anzeige -

Allianz wird kein Digitalisierungsopfer

01.12.2016 – Baete_ScreenDer Vorstandsvorsitzende der Allianz SE, Oliver Bäte, ist dem Vorwurf entgegengetreten, die Allianz würde von der Digitalisierung in der Versicherungswirtschaft getrieben und nicht proaktiv an der digitalen Transformation arbeiten. Auf der gestrigen Analysten-Konferenz im Rahmen des Capital Markets Day sagte Bäte, die Allianz wird “kein Digitalisierungsopfer”.

Viel war in letzter Zeit von der Renewal Agenda der Allianz die Rede, nun hat das Management um Allianz-Chef Oliver Bäte seine Ziele für die nächsten zwei Jahre konkretisiert. Mindestens 800 Mio. Euro soll die digitale Transformation als Produktivitätsgewinn bis 2018 abwerfen, so zumindest ist dies in den Plänen für die nächste zwei Jahre veranschlagt, wie Vorstand Christoph Mascher auf entsprechende Nachfrage mitteilte. Dazu muss und will die Allianz alle drei Distributionswege, offline, online und hybride ausbauen und weiter entwickeln.

Das ist zwar eine anspruchsvolle Managementaufgabe, doch eine die sich lohnt, lassen sich so, gewissermaßen aus einem standardisierten Instrumentenkasten heraus, jeweils individuelle Lösungen für die unterschiedlichsten Märkte und Mentalitäten skalieren. In diesem Rahmen wird auch aus dem jüngsten Tochterunternehmen der Allianz, der Allianz X mit dessen neuen CEO, Peter Borchers, kurzfristig eine Fondsstruktur erhalten.

Ziel der Allianz ist es mittelfristig vom “push-basierten” Geschäft zum “pull-basierten” Akteur zu werden. Vor diesem Hintergrund ergibt sich für die Vermittlerschaft die zwingende Notwendigkeit zur Anpassung. Wer diesen Weg nicht mitgeht, hat dann auch kein Geschäft mehr, sagte Bäte. In einer Kombination aus hausinternem Ideen-Inkubator und externen Start-ups will die Allianz neue globale Customer Journeys entwickeln, die sich lokal applizieren lassen. Schon jetzt sieht sich das Unternehmen online gut aufgestellt, wie Vorstand Joachim Müller auf der Konferenz ausführte und verwies dabei auf die exorbitanten Zuwachszahlen was Seitenaufrufe und Nutzung der digitalen Allianz-Angebote anbelangt.

Die Herausforderungen auf dem Weg zum vollständig durch-digitalisierten Versicherungsunternehmen begreift die Allianz “nicht als Bedrohung”, wie COO Mascher betont und ein Selbstzweck ist sie auch nicht. Auf die Frage eines britischen Analysten, was hinsichtlich der Kostenreduzierung, vulgo Personalabbau, von dem Unternehmen im Rahmen der Renewal Agenda zu erwarten sei antwortet Vorstandschef Bäte: “Wenn wir uns jetzt hinstellten und sagen wir müssen Leute entlassen, dann haben wir unseren Job nicht gemacht!”. Gleichzeitig betonte Bäte die Verantwortung der Allianz für die Gesellschaft in der sie und für die sie agiert. Die ausführliche Antwort Bätes hier im Video:

Zum Abschluss des diesjährigen Capital Markets Day gab Finanzvorstand Dieter Wemmer einen Ausblick für die kommenden zwei Geschäftsjahre und veranschlagte die erreichbare Combined Ratio auf 94 Prozent. Wenn daneben noch Kapital übrig bliebe, so Oliver Bäte weiter, würden überschüssige Mittel an die Shareholder zurückgezahlt.

Zeitgleich gab die Allianz auch eine wichtige Personalentscheidung bekannt: Demnach wird die Allianz Investment Management SE (AIM) zum 1. Januar 2017 zwei Geschäftsführer an ihrer Spitze haben. Nach Unternehmensangaben sollen Claus Stickler und Andreas Gruber AIM gemeinsam als Managing Directors leiten.

Damit übernehmen sie die Leitung vom derzeitigen AIM CEO Günther Thallinger, der zum Jahreswechsel in den Vorstand der Allianz SE wechseln und die Verantwortung für die Bereiche Investment Management und Global Life and Health von Maximilian Zimmerer übernehmen wird. Zimmerer wird am 31. Dezember 2016 in den Ruhestand gehen. (vwh/ak)

Bild: Oliver Bäte (Quelle: Allianz)

Tags:
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

Verlag Versicherungswirtschaft | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten