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Allianz steigt aktiv in Werkstattsteuerung ein

27.11.2013 – Allianz-logoDie Allianz Versicherung ist aktiv in die Werkstattsteuerung eingestiegen. Der zweitgrößte Autoversicherer hat bereits einen Werkstattbindungstarif auf den Markt gebracht. „Wir werden künftig eine deutlich aktivere Rolle bei der Werkstattsteuerung spielen“, sagte Mathias Scheuber, Mitglied des Vorstands der Allianz Versicherungs-AG, auf dem Kongress BF21 „Aktives Schadenmanagement“ in Köln.

Damit macht der zweitgrößte Kfz-Versicherer eine komplette Kehrtwende. Bisher hatte die Allianz mit „Fair-Play“ eine Konsensvereinbarung mit den Werkstattnetzen vieler großer Autohersteller. Dafür konnten Allianzkunden die Werkstatt im Kaskoschadenfall immer frei wählen und in „ihren“ Markenbetrieb fahren. „Derzeit haben wir noch nicht entschieden, ob wir Fair-Play aufrechterhalten“, so Scheuber. Kunden, die künftig den Werkstattbindungstarif abschließen erhielten einen „marktüblichen“ Rabatt in Höhe von 10 bis 12 Prozent. Dafür müssen sie im Schadenfall, eine Allianzpartnerwerkstatt nutzen. Derzeit befindet sich die Allianz noch in der Testphase. So wird aktuell ein Werkstattnetzwerk aufgebaut. „Ob in diesem Netz nur freie Werkstätten oder auch Markenwerkstätten vertreten sind, werden wir Anfang 2014 entscheiden“, so Scheuber.

Ähnliche wie die meisten Kfz-Versicherungen am Markt, wird auch die Allianz als Gegenleistung für die Einsteuerung von Unfallschäden, mit den Werkstätten Nachlassvereinbarungen treffen, um so den Schadaufwand zu senken. „Bestimmt werden wir die Stundenverrechnungssätze verhandeln“, so Scheuber. Der Allianzvorstand verwies darauf, dass die Vereinbarungen mit den Werkstäten auf einem fairen Niveau erfolgen sollen. Andere Versicherer würden die Werkstätten hingegen schwer unter Druck setzen. Explizit nannte Scheuber hier den HUK-Coburg Konzern. Das Allianz-Netzwerk soll rund 600 bis 800 Werkstätten umfassen. „Über das Volumen, das wir in die Werkstätten steuern werden, können wir derzeit noch keine Aussagen machen.“ So würde dies nicht für Flottenkunden gelten und auch Verträge mit Markenwerkstätten sollten unberührt bleiben. 2012 hatte der gesamt Allianz-Konzern rund 730.000 Schäden in der „sonstigen Kraftfahrtversicherung“, auf die vor allem Kaskoschäden entfallen. (usk)

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