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Allianz spart sich vorerst das Fitness-Tracking

06.07.2015 – Koenig_AllianzDie private Krankenversicherung der Allianz wird vorerst ohne Fitness-Apps auskommen. “Kleinteilige Kollektive aber passen nicht in die private Krankenversicherung”, erklärte hierzu CEO Birgit König in der Wirtschaftswoche. Sie hält den Ansatz für grundsätzlich falsch.

In Ihrem Statement für die Wiwo kontert sie die für sie vermeintliche Attraktivität von Fitness-Tarifen: „So verlockend das für manchen klingen mag, so falsch ist der Ansatz.“ Sie erneuert damit ihr Plädoyer, auf derartige Datenerhebung seitens der Krankenversicherer zu verzichten.

Eine Entsolidarisierung der Kollektive könnte sich – wenn überhaupt – mit Birgit König im Promillebereich der Gesundheitsausgaben abspielen. Ihr Beitrag damals zur aktuellen Diskussion um Fitness-Tracking und dessen versicherungstechnische Auswirkungen:

Aus den Studien, die mir bekannt sind, sind etwa zwei bis 2,5 Prozent der Gesundheitsausgaben in einer Gesellschaft wie der unseren dadurch beeinflusst, dass wir uns zu wenig bewegen”, hatte sie vorgerechnet. “Jetzt gehen wir mal optimistisch davon aus, dass so eine Fitness-App zehn Prozent von diesem Wert wegnehmen kann. Dann heißt das nichts anderes, als dass wir im Promillebereich einen Effekt sehen. Ist das ein zwingender Grund, um im großen Umfang persönliche Daten zu sammeln? Wir glauben: nein.” (vwh/ku)

Bild: Birgit König, Vorstandsvorsitzende der Allianz Private Krankenversicherung (Quelle: Allianz)

Lesen Sie hierzu aus Versicherungswirtschaft (Heft 5/15):

> Zeitenwechsel: Wie die Versicherer mit dem massiven Trend zu immer differenzierteren Risikogruppen umgehen

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  • Report: Verführung nach Plan. Die Vermessung der Versicherten und die Diskussion um eine Fragmentierung der Kollektive. (zum Beitrag)
  • Interview: “Ungleiche Prämien für ungleiche Risiken”. Versicherungswissenschaftler Fred Wagner über die zunehmend differenzierte Tarifierung nach Risikogruppen. (zum Beitrag)
  • Expert: “Das Versicherungsprinzip funktioniert” Positionen u.a. von Guido Bader (Stuttgarter), Wolfgang Weiler (Huk-Coburg), Roland Weber (Debeka), Axel Kleinlein (BdV), Alexander Erdland (GDV), Johannes Lörper (Ergo) (zum Beitrag)
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