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Allianz hält EZB-Zinssenkung für unproduktiv

15.11.2013 – Allianz-logoZweifel am Sinn der jüngsten Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) äußerte Allianz-Vorstand Maximilian Zimmerer anlässlich des jährlich stattfindenden Capital Markets Roundtable am Finanzplatz Frankfurt. Künstlich niedrige Zinsen begünstigten die Gefahr von Preisblasen, ohne weiteres Wachstum zu ermöglichen.

Die Zinsen in den USA waren im letzten Jahrzehnt maßgeblich für das langfristige Engagement der Allianz in Europa. „Es bestand immer eine Korrelation zu den US-Zinsen, nur nicht im gleichen Ausmaß. Davon ist auch in Zukunft auszugehen“, stellte Maximilian Zimmerer, im Vorstand der Allianz SE für die Investments der Gruppe verantwortlich, gleich zu Beginn seiner Ausführungen klar. Sobald es in den USA erste Anzeichen einer Zinswende gäbe, würde sich dies unmittelbar auch auf die Zinsen im Euroraum auswirken. Für die Wirtschaft im Euroraum prognostizierte Zimmerer für die nächsten Monate einen moderaten Aufwärtstrend: „Deshalb war aus unserer Sicht eine wiederholte Senkung der EZB-Zinsen nicht nötig. Es darf bezweifelt werden, ob dies tatsächlich Impulse für das Wachstum des Bruttosozialprodukts gibt.“

„Im Moment ist es eine Kunst, Geld anzulegen“, fasste Zimmerer seine Einschätzung der verschiedenen Assetklassen zusammen. Eigentlich könne man nur noch bei weniger liquiden Anlagen Geld verdienen. Dabei stehen weiterhin Infrastrukturdarlehen und Immobilien im Fokus. Ziele und Probleme haben sich binnen Jahresfrist nicht verändert. Wie bereits beim letztjährigen Roundtable wünscht sich Zimmerer mehr Infrastrukturangebote am Markt. Trotz der begrenzten Möglichkeiten geht er aber davon aus, dass die Allianz hier in den nächsten Jahren mehrere Milliarden anlegen wird. Bei Windparks sei man beispielsweise stärker in Europa unterwegs, da in Deutschland die günstigsten Plätze schon bebaut seien. Auch die Absicht, den Immobilienanteil am gesamten Anlagevolumen zu erhöhen, besteht weiterhin. „Ich bin optimistisch, dass wir im laufenden Jahr ein Investitionsvolumen von 1,5 bis 2 Milliarden Euro erreichen werden“, so Zimmerer. „Fundamental attraktiv“ blieben Aktienanlagen: „Sie sind bei diesem Zinsniveau auch nach dem Kursanstieg immer noch interessant.“ (ebu)

Link: Allianz erwartet mittelfristige Zinserholung

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