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AIG überrascht mit Gewinn und stabiler Dividende

04.08.2016 – AIG_AIGDie Erwartungen waren niedrig, schließlich wurden die Börsianer drei Quartale in Folge enttäuscht. Nun überrascht der größte US-Versicherer mit einem starken Neugeschäft und gesunkenen Kosten. AIG steigerte im zweiten Quartal seinen Nettogewinn um rund sechs Prozent auf 1,91 Mrd. US-Dollar (1,71 Mrd. Euro). Im operativen Geschäft verdiente der Konzern mit 98 Cent je Aktie fünf Cent mehr als erwartet. Die Kosten sanken um 500 Mio. auf knapp 2,6 Mrd. Dollar.

Bei den letzten Zahlen war AIG noch “Too big for quick wins”. Konzernchef Peter Hancock scheint seiner Vision, AIG wieder zum global meist geschätzten Versicherer zu formen, ein Stück näher zu kommen. “Wir sind gut positioniert, unsere finanziellen Ziele für 2017 zu erreichen – es ist sogar so, dass wir unseren Plänen voraus sind”, sagte Hancock. Deshalb kündigte er an Aktien im Wert von drei Mrd. Dollar zurückzukaufen.

Im zweiten Quartal 2016 wurde ein operativer Ertrag nach Steuern in Höhe von 1,1 Mrd. US-Dollar bzw. 0,98 US-Dollar je Aktie erwirtschaftet nach 1,9 Mrd. US-Dollar bzw. 1,39 US-Dollar je Aktie im Vorjahr, wie am Dienstagabend berichtet wurde. Unter dem Strich stand ein Plus von 1,9 Mrd. US-Dollar in den Büchern nach einem Gewinn von 1,8 Mrd. US-Dollar im Vorjahr. Vorbörslich kann die Aktie an der Wall Street nach Bekanntgabe der News knapp drei Prozent zulegen.

Der amerikanische Versicherer zahlt eine Dividende von 32 US-Cents je Aktie. Im September 2013 wurde erstmals nach der Rettung durch den amerikanischen Staat wieder eine vierteljährliche Dividende ausgeschüttet (10 US-Cents). Im August 2015 erfolgte eine Anhebung um 124 Prozent auf den aktuellen Betrag. Die Aktionäre erhalten die nächste Ausschüttung am 29. September 2016.  Auf das Jahr hochgerechnet zahlt AIG derzeit 1,28 US-Dollar an seine Investoren aus. Dies entspricht beim derzeitigen Börsenkurs von 54,14 US-Dollar (Stand: 2. August 2016) einer Dividendenrendite von 2,36 Prozent.

AIG liegt im Streit mit seinem Großaktionär Carl Icahn, der eine Aufspaltung des Unternehmens in drei getrennte und an der Börse notierte Firmen fordert. Icahn zufolge würde damit verhindert, dass die US-Regierung AIG als systemrelevant einstuft und strengere Kapitalauflagen fordert.  (vwh/dg)

Bildquelle: AIG

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