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AIG soll Hamburg für Steuertricks genutzt haben

11.11.2014 – steuern_tim_reckmann_pixelio.deDer US-Versicherer AIG soll rund 38 Millionen Euro in das Hamburger Stadtpark-Quartier gesteckt haben, um keine Unternehmenssteuern zahlen zu müssen. Dies berichtet der NDR. Demnach schuf AIG in Europa ein weit verzweigtes Firmennetz, welches den Konzern zum Kauf von Grundstücken mit Hybridschulden versorgte.

Der eigentliche Trick dabei: In Luxemburg und den USA werden Hybridschulden unterschiedlich bewertet, wobei in den USA darauf keine Unternehmenssteuern anfallen. Zudem soll sich AIG mit den Luxemburger Behörden auf eine minimale Besteuerung von 0,125 bis 0,25 Prozent der Zinseinnahmen geeinigt haben. Dem US-Fiskus, der AIG zuvor noch mit mehreren Mrd. Dollar gerettet hatte, könnten somit mehrere Mio. Dollar entgangen sein.

Auf diese Weise hatte AIG Grundflächen in ganz Europa erworben – darunter auch in Hamburg. Die Höhe des Konzerngewinns ist hingegen unklar. Ein Unternehmenssprecher erklärte auf Medienanfragen lediglich, man habe mit den Luxemburger Finanzgeschäften weder gegen amerikanisches noch gegen ausländisches Recht verstoßen. Auch das US-Finanzministerium wollte sich dazu nicht äußern. (vwh/td)

Bildquelle: Tim Reckmann / PIXELIO

Links: NDR-Bericht: US-Versicherer nutzt Hamburg für Steuertricks, Luxemburg und die Lehren (Tagesreport vom 10.11.2014)

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