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AIG schließt Quotenvertrag mit Swiss Re ab

11.03.2016 – AIG zediert Teile seines Haftpflichtgeschäfts an die Swiss Re. Der Versicherer musste im vierten Quartal letzten Jahres seine Haftpflichtreserven um 3,6 Mrd. US-Dollar stärken. Das hat einen Großteil des Gewinns im Schadenversicherungsgeschäft aufgefressen.

“Die Swiss Re und AIG unterhalten schon seit mehreren Jahren eine strategische Partnerschaft”, sagt Rob Schimeck, der bei AIG für das Industrieversicherungsgeschäft zuständig ist. Jetzt zediert AIG einen Teil seines Haftpflichtbuches für zwei Jahre an die Swiss Re. Wie hoch die zedierte Prämie ausfällt, teilt der US-Versicherer nicht mit. Der Deal betrifft nur neu gezeichnetes Haftpflichtgeschäft.

Das Vertrauen und das gemeinsam aufgebaute Wissen zwischen den beiden Gesellschaften hat diese Transaktion erleichtert, betont man in New York. Sie sei für beide Parteien gleichermaßen gewinnbringend. “Wir kennen das Portfolio, die Geschäftsführer und die Underwriter sehr gut und vertrauen den Plänen von AIG”, bestätigt Christian Mumenthaler, Rückversicherungs-Chef der Swiss und designierter Nachfolger von CEO Michel Liès.

Aufgrund der Probleme im Altgeschäft ist der Gewinn von AIG von 7,1 auf 2,2 Mrd. US-Dollar eingebrochen, das entspricht einer Eigenkapitalrendite von 2,2 Prozent. Der Börsenkurs von AIG sinkt seit Herbst letzten Jahres von 64 auf jetzt gut 50 Dollar, seit Februar geht der Kurs stärker zurück als der S&P 500. S&P schätzt die Bonität des Unternehmens mit A+ ein.

Als Antwort auf die Forderungen des Corporate Raiders Carl Icahn wird AIG-CEO Peter Hancock einen Teil des Hypothekenversicherungsgeschäfts an die Börse bringen, die Kosten will er in den nächsten zwei Jahren um 1,6 Mrd. Dollar drücken. 2017 glaubt er auf diese Weise, eine Eigenkapitalrendite von 9 Prozent erreichen zu können. (ba)

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