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125 Jahre Deutsche Rentenversicherung – Merkel fordert Ausbau des 3-Säulen-Modells

03.12.2014 – 125_jahre_rente_gruppenfoto_merkel_150Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in ihrer Rede anlässlich des 125. Geburtstages der Deutschen Rentenversicherung vor zunehmender Altersarmut gewarnt. Deshalb sei es zukünftig auch wichtig, die private Vorsorge auszubauen. Alle politischen Parteien seien gut beraten, so Merkel, Fragen zur Rente im Konsens zu lösen.

Die gesetzliche Absicherung im Alter sei eine Erfolgsgeschichte. In Zukunft allerdings komme es immer mehr darauf an, dass auch privat fürs Alter vorgesorgt werde, so die Kanzlerin weiter. In diesem Zusammenhang verwies sie auf die Einführung der sogenannten Riester-Rente 2001: Das sei ein richtiger und wegweisender Schritt gewesen. Künftig müsse die Altersvorsorge auf drei Bausteinen beruhen: Neben die gesetzliche Rente trete die Betriebsrente und die private Vorsorge. Nur damit sei eine gute Versorgung im Alter möglich.

Dem stimmt grundsätzlich auch die Deutsche Versicherungswirtschaft zu, erweitert dies aber um einige politische Forderungen. Der Gesamtverband GDV formuliert:

“Die Fortsetzung dieses richtigen rentenpolitischen Kurses ist Voraussetzung für eine gute Balance zwischen Solidarität und Eigenverantwortung. Damit diese weiter trägt, darf die gesetzliche Rente nicht mit neuen Aufgaben überfrachtet oder Leistungen ausgeweitet werden, die nicht nachhaltig finanziert sind. Es ist außerdem demografisch bedingt unausweichlich, dass Menschen hierzulande wieder länger arbeiten. An der Rente mit 67 darf deshalb nicht weiter gerüttelt werden. Die aktuelle politische Diskussion um flexible Übergänge in den Ruhestand sollte vor allem darauf abzielen, mehr Menschen längere Erwerbsbiografien, auch über die Regelaltersgrenze hinaus zu ermöglichen. Eine Teilrente ab 60 wäre hingegen der falsche Weg.

Politischen Rückenwind braucht gut zehn Jahre nach den Riester-Reformen vor allem die kapitalgedeckte Altersvorsorge. Gerade in Zeiten niedriger Zinsen muss der Staat die Bürger besser dabei unterstützen, ergänzend vorzusorgen. Die Riester-Förderung ist an die wirtschaftliche Entwicklung der letzten 12 Jahre anzupassen und zu dynamisieren. In der betrieblichen Altersversorgung muss es neben der besseren steuerlichen Förderung vor allem darum gehen, rechtssichere Mechanismen zu entwickeln, mit denen mehr Mitarbeiter automatisch in die Vorsorge einbezogen werden können”, so der GDV in seiner Geburtstagsnote.

Bild: Gruppenfoto mit Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Festakt in Berlin. (Quelle: Bildarchiv DRV Bund / (c) Frank Nürnberger)

Links: Webseite Deutsche Rentenversicherung, Berichterstattung GDV zu 125 Jahre Rente

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