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Zurich kehrt zum chinesischen LV-Markt zurück

09.01.2018 – Hong Kong_China_Metropole_Michael Lemke_pixelio.deZurück auf Anfang. Der Erstversicherer Zurich möchte wieder im großen Lebengeschäft im bevölkerungsreichsten Land der Welt mitmischen. Das bestätigte Jack Howell, CEO Asia Pacific, der Zurich, gegenüber einer chinesischen Zeitung. Grund für den Schritt zurück an den chinesischen LV-Markt sollen neue Regeln sein, die Versicherern das Investieren erleichtern.

Gegenüber der South China Morning Post sagte Howell: “Wir wollen in China wachsen, denn schließlich bietet dieser große Markt ein riesiges Geschäftspotential.” Erfolgen soll der Wiedereinstieg nicht alleine, sondern durch Joint Ventures. Gespräche mit potentiellen Partnern werden derzeit geführt. “Als ausländischer Versicherer brauchen wir einen Partner in China, der uns helfen kann, den chinesischen Markt und die chinesischen Konsumenten zu verstehen”, erklärt Howell die Gründe für eine Zusammenarbeit.

Die Schweizer hatten bereits auf dem chinesischen Markt Fuß gefasst, als sie sich mit 20 Prozent an der New China Life Insurance beteiligten, diesen Anteil aber im Jahr 2013 wieder verkauften. Nach wie vor ist die Zurich General Insurance Company (China) im Land vertreten, aber eben nicht im Markt für Lebensversicherungen.

Der Grund für den Sinneswandel bezüglich Lebensversicherung könnte eine angedachte Vereinfachung der Auslandsinvestitionen im flächenmäßig viertgrößten Staat sein. Die Regierung möchte in diesem Bereich Lockerungen einführen. Angedacht soll zunächst sein, die 50-Prozent-Obergrenze für Joint Ventures um ein Prozent anzuheben und später möglicherweise komplett fallen zu lassen.

Solche Vereinfachungen sieht Howell als “ermutigende Aussichten”, um wieder auf dem chinesischen Lebensversicherungsmarkt tätig zu werden.

Auf Nachfrage von VWheute schreibt die Zurich: “Zurich ist ein Unternehmen mit sehr starker Kapitalbasis und damit auch fähig in M&A zu investieren. Wir beobachten regelmäßig den Markt, um interessante Gelegenheiten zu finden. Diese würden wir in gewohnt disziplinierter Weise prüfen. Wir wollen nicht um jeden Preis wachsen – Zurich kann ihre Strategie- und Finanzziele erreichen, ohne M&A-Aktivitäten durchführen zu müssen. Wir halten in erster Linie nach Gelegenheiten Ausschau, die unsere Präsenz und unsere Geschäftsaktivitäten in bestehenden Märkten ausbauen. Jede Kooperation oder Übernahme muss wertschöpfend sein, sich an unseren strategischen Ambitionen orientieren, unsere internen finanziellen Vorgaben erfüllen und kulturell gut zu Zurich passen.” (vwh/mv)

Bild: Hong Kong (Quelle: Michael Lemke / www.pixelio.de / PIXELIO)

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