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Zahl der Azubis bei Versicherern sinkt

30.11.2017 – hoersaal_lesen_ausbildung_sxcFachkräfte werden bekanntlich händeringend gesucht, auch in der Versicherungsbranche. Zwar ist die Zahl der Auszubildenden nach Angaben des Arbeitgeberverbandes AGV im vergangenen Jahr um 4,2 Prozent bzw. 500 zurückgegangen. Dennoch lag die Ausbildungsquote in den Versicherungsunternehmen bei 7,0 Prozent, so das Ergebnis der aktuellen Ausbildungsumfrage.

Demnach streben die meisten Azubis nach Angaben des AGV den branchenspezifischen Abschluss Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen an. Rund drei Viertel der Auszubildenden – nämlich 72,7 Prozent der Azubis – waren Teil der “klassischen” Berufsausbildung in einem Versicherungsunternehmen. 16,7 Prozent der Azubis wurden im vergangenen Jahr in Agenturen ausgebildet, die von Unternehmen finanziert wurden. 10,9 Prozent absolvierten einen dualen Studiengang.

Dabei haben knapp 98 Prozent aller Auszubildenden im vergangenen Jahr ihre Abschlussprüfung bestanden. Die deutliche Mehrheit der Azubis – sprich 61,2 Prozent – absolvierte dabei eine Ausbildung über einen Zeitraum von drei Jahren. Mehr als ein Drittel schlossen ihre Ausbildung bereits nach zweieinhalb Jahren ab. Die wenigsten hingegen nach zwei Jahren.

Davon wurden mehr als zwei Drittel der Auzubis von den Unternehmen übernommen. Davon erhielten 33,7 Prozent einen befristeten Vertrag, 27,3 Prozent wurden in einen unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen. Im Außendienst erhielten 23,3 Prozent der Azubis nach erfolgreichem Abschluss ihrer Ausbildung einen unbefristeten Arbeitsvertrag, 15,7 Prozent wurden befristet übernommen.

Etwa ein Drittel der Auszubildenden haben laut AGV im Jahr 2016 das jeweilige Unternehmen nach Abschluss der Ausbildung verlassen. Während etwa 22 Prozent in den selbstständigen Außendienst nach § 84 HGB wechselten, haben rund 15 Prozent ein Studium begonnen.

Darüber hinaus haben sich laut AGV im vergangenen Jahr im Durchschnitt 36 Kandidaten um einen neu angebotenen Ausbildungsplatz beworben. Bei 74 Prozent der Unternehmen wurden 2016 alle Ausbildungsplätze angeboten. dennoch wurde rund ein Zehntel aller Ausbildungsverhältnisse vorzeitig abgebrochen, davon 62 Prozent bereits in der Probezeit. Hauptgründe für den vorzeitigen Abbruch der Ausbildungen waren nach Angaben des AGV die mangelnde Eignung des betroffenen Kandidaten. Insgesamt wurden sechs Prozent der Ausbildungsplätze nicht besetzt.

Trotz zunehmend digitaler Arbeitswelten spielen persönliche Kompetenzen für die Versicherungsunternehmen laut AGV-Umfrage immer noch eine zentrale Rolle. So fragen rund 94 Prozent der Unternehmen diese mit Hilfe eines Interviews ab. Rund 61 Prozent der Unternehmen ziehen dazu auch Rollenspiele und Präsentationen heran. 51,9 Prozent setzen auf Assessment Center, 44,4 Prozent auf Gruppenarbeiten und 31,5 Prozent auf Persönlichkeitstests.

Wichtigste Kernkompetenzen sind dabei laut AGV-Umfrage Eigeninitiative und -verantwortung (92,7 Prozent), gefolgt von einer schnellen Auffassungsgabe (89,1 Prozent), sowie Offenheit und Experimentierfreudigkeit (70,9 Prozent). Flexibilität und Mobilität spielen für 56,4 Prozent der befragten Unternehmen eine besondere Rolle, 36,4 Prozent setzen zudem auf Kreativität.

Bei den vermittelten Themen gibt es laut Umfragebarometer des AGV jedoch starke Unterschiede. Dennoch gewinnen IT-Kompetenzen laut Umfrage eine immer größere Rolle. Demnach sind Cyber- und IT-Sicherheit mit einem Anteil von 43,4 Prozent der wichtigste Themenbereich in der Ausbildung, gefolgt von IT-Grundlagen und IT-Architektur (28,8 Prozent), sowie die Anwendung und Überwachung von automatisierten Prozessen (13,2 Prozent). (vwh/td)

Bildquelle: axc

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