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W&W: Gewinnplus, Bausparmotor stottert

14.08.2017 – W und W Standort StuttgartDie Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) hat im ersten Halbjahr 2017 ein deutliches Gewinnplus erzielt. Demnach stieg der Gewinn nach Steuern um 28 Prozent auf 154,9 Mio. Euro (2016: 121,0 Mio. Euro). Größter Wachstumstreiber war nach Unternehmensangaben die Schaden- und Unfallsparte. Für das laufende Jahr hat die W&W ihre Gewinnprognose auf 235 Mio. Euro erhöht.

So stieg der Gewinn in der Schaden- und Unfallsparte nach Unternehmensangaben um satte 71 Prozent auf 96,1 Mio. Euro (Vorjahr: 56,3 Mio.). Die Combined Ratio sank deutlich um 3,8 Prozentpunkte auf 86,2 Prozent (Vorjahr: 90,0 Prozent). Bei den gebuchten Bruttobeiträge verzeichnete die W&W ein Plus von 4,6 Prozent auf 1,122 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,073 Mrd. Euro) zu. Das Neugeschäft stieg um 17 Prozent auf 140,5 Mio. Euro (Vorjahr: 120,1 Mio.).

In der Lebensparte verzeichnete der baden-württembergische Versicherer hingegen einen deutlichen Rückgang der gebuchten Bruttobeiträge um 12,3 Prozent auf rund 951 Mio. Euro (Vorjahr: 1,085 Mrd. Euro), welchen der Konzern auf die deutliche Reduzierung des Einmalbeitragsgeschäfts zurückführt. Somit verzeichnete die W&W im Neugeschäft beim Neugeschäft einen Rückgang von 38,2 Prozent auf 199,3 Mio. Euro abnahm (Vorjahr: 322,5 Mio. Euro). Beim Neugeschäft mit laufendem Beitrag verzeichnete die Konzerngruppe ein Plus von 2,8 Prozent auf 44,0 Mio. Euro (Vorjahr: 42,8 Mio.).

Gleichzeitig stiegen die Beitragseinnahmen in der Krankensparte laut Konzern im ersten Halbjahr 2017 um mehr als 8,1 Prozent auf 114,9 Mio. Euro (Vorjahr: 106,3 Mio.). Im Neugeschäft legte der Konzern um satte 61,1 Prozent auf 5,8 Mio. Euro (Vorjahr: 3,6 Mio.) zu.

Mäßiges Bauspar-Geschäft

Ernüchterung herrscht allerdings über den bisherigen Verlauf im Bauspargeschäft. So verzeichnete die Wüstenrot Bausparkasse in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres im Netto-Neugeschäft mit einer Bausparsumme von 5,76 Mrd. Euro (Vorjahr: 6,05 Mrd.) einen Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 4,8 Prozent. Das Brutto-Neugeschäft nach Bausparsumme lag Unternehmensangaben mit 7,01 Mrd. Euro unter dem Vorjahreswert von 7,64 Mrd. Euro. In der Baufinanzierung verzeichnete die Konzerngruppe beim Neugeschäft mit vermittelten Krediten hingegen ein Plus 8,2 Prozent auf 2,76 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,56 Mrd.).

“Wir verbessern unser Geschäft momentan in nahezu allen Bereichen. Diese Entwicklung im ersten Halbjahr ist alles andere als selbstverständlich. Sie ist einerseits hart erarbeitet, andererseits das erste Ergebnis unserer Maßnahmen, um unseren Konzern deutlich kundenorientierter auszurichten. Was in der W&W-Gruppe steckt, zeigen diese ersten Effekte. Es ist allerdings zu früh, dies bereits als stabilen Trend zu bezeichnen. Wir haben noch einen langen Weg zu gehen. Klar ist: Der W&W-Konzern verfügt über allerbeste Voraussetzungen, in den kommenden Jahren zu einem der Gewinner des erkennbaren Branchenumbruchs zu werden”, kommentiert W&W-Vorstandsvorsitzender Jürgen A. Junker die bisherige Geschäftsentwicklung seines Unternehmens.

Positive Prognose für 2017

Dennoch zeichnet die W&W-Gruppe für das laufende Geschäftsjahr eine positive Prognose. So rechnet der Konzern angesichts des anhaltenden Immobilienbooms in Deutschland nach eigenen Worten “mit Wachstumsimpulsen beim Bausparen und der Baufinanzierung”. Auch in de Schaden- und Unfallsparte bleibe der Konzern optimistisch. So rechnet die W&W-Gruppe derzeit geht mit einer “erkennbaren Steigerung des Jahresüberschusses gegenüber dem Vorjahreswert von 235 Mio. Euro aus.

“Den Rückenwind bei den Ergebnissen können wir gut gebrauchen. Er sichert uns nicht zuletzt Handlungsspielraum, um die erforderlichen hohen Investitionen im Zuge der Digitalisierung aus eigener Kraft zu realisieren”, betont Junker. So will der Konzern nach eigenen Angaben auch weiterhin massiv in die Digitalisierung im Rahmen seines “W&W@2020″-Programms investieren. (vwh/td)

Bild: W&W-Standort Stuttgart (Quelle: W&W)

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