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Wildunfälle bereiten Allianz Millionenschaden

22.08.2017 – totes Tier nach Wildunfall__Petra Bosse_pixelio.deWildschäden haben der Allianz Deutschland im vergangenen Jahr zu schaffen gemacht. So verzeichnete der Versicherer im Jahr 2016 insgesamt 85 Wildunfälle pro Tag –  also alle 17 Minuten –  einen Wildunfall mit einem Allianz-versicherten Fahrzeug. Auf das Gesamtjahr verteilt registrierte die Allianz insgesamt 31.250 Wildschäden mit einem Gesamtschaden von 71,44 Mio. Euro.

Regionaler Schwerpunkt war nach Angaben der Allianz der Freistaat Bayern mit insgesamt 9.091 Wildunfällen mit einem durchschnittlichen Schadenaufwand von 2.261,42 Euro. Damit wurde fast jeder dritte Wildunfall (29%) in Bayern registriert.

Mit deutlichem Abstand folgen die Bundesländer Niedersachsen mit 2.865 Unfällen und einem Schadenaufwand von 2.144,76 Euro (Anteil: 9,1%), Baden-Württemberg mit 2.598 Unfällen und einem Aufwand von 2.358,33 Euro (8,3%), und Sachsen-Anhalt mit 2.455 Unfällen mit einem Schadenaufwand von 2.315,52 Euro (7,8%). Schlusslichter sind erwartungsgemäß die Stadtstaaten Bremen (40 Fälle/2.129,24 Euro), Hamburg (97 Fälle/2.654,74 Euro) und Berlin (175 Fälle/2.548,21 Euro).

Laut Allianz verursachten die Wildunfälle im vergangenen Jahr einen durchschnittlichen Sachschaden von rund 2.300 Euro. Während die Reparaturkosten in Hamburg mit 2.650 Euro pro Fahrzeug am höchsten ausfallen, fielen sie in Nordrhein-Westfalen mit durchschnittlich 2.125 Euro am niedrigsten aus. Im Ausland wird es meist deutlich teurer. Hier liegt der Schaden bei 2.970 Euro pro Unfall, so die Allianz. Der teuerste Wildschaden wurde 2016 mit einem Schaden von etwa 52.000 Euro ebenfalls in Bayern registriert.

Allein 80 Prozent der Schadenfälle seien nach Angaben der Allianz Deutschland auf Rehe zurückzuführen. Danach folgen mit etwa zehn Prozent Wildschweine. Die restlichen zehn Prozent sind kleinere Tiere wie Füchse oder Hasen. “Das liegt vor allem daran, dass sie flächenmäßig am weitesten verbreitet sind. Damwild, Rotwild oder auch Wildschweine kommen dagegen nicht in allen Regionen vor”, kommentiert David Rosenbach, Diplom-Forstwirt und Allianz Experte für Waldversicherungen. (vwh/td)

Bildquelle: Petra Bosse / PIXELIO (www.pixelio.de)

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