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Wie Run-off-Anbieter ihre Prozesse via Cloud optimieren

28.09.2017 – it_cloud_rechenzentrum_foto_deutsche_telekomDer Cloud-Betrieb bietet Versicherern handfeste unternehmerische Vorteile, berichtet eine Trendstudie des Beratungshauses Pierre Audoin Consultants (PAC). Die Frankfurter Leben beispielsweise bezieht ihre gesamte IT Umgebung als Services aus der Pure Enterprise Cloud der QSC AG. Sämtliche Anwendungen, die volle benötigte Rechenleistung sowie alle Speicher- und Netzwerkdienste erhält der Versicherer aus den Rechenzentren von QSC.

Nach Berechnungen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) investierte die Versicherungsbranche im Jahr 2015 rund 4,4 Mrd. Euro in IT – ein Zuwachs in Höhe von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nötig machen das die hohe Komplexität und das breite Angebot an Produkten, die die Versicherungsunternehmen anbieten. Besonders komplex geht es bei den Run-Off-Gesellschaften wie der Frankfurter Leben zu.  Sie ist darauf  spezialisiert, Lebensversicherungsbestände von Versicherungsunternehmen zu übernehmen und diese weiter zu verwalten. Für die Kunden ändert sich dabei nichts: Die Verträge werden mit unveränderten Garantien, Konditionen und Bedingungen fortgeführt. Zur Frankfurter Leben-Gruppe gehören die Frankfurter Lebensversicherung AG und die Frankfurt Münchener Lebensversicherung AG. Von Bad Homburg, Bremen und München aus verwaltet die Gruppe rund 450.000 Altersvorsorge-Verträge.

Die flexible IT-Umgebung aus dem Cloud-Baukasten zielt darauf ab, dem Geschäftsmodell der Lebensversicherungsgesellschaft so viele Freiräume wie möglich zu geben. Alle Mitarbeiter der Gruppe greifen auf die Services aus der Cloud zu. QSC hostet und betreibt ihre Cloud dabei in eigenen, ISO-zertifizierten Rechenzentren in Deutschland. Um Effizient zu wirtschaften will der Run-Off-Anbieter Synergieeffekte nutzen: Steigt die Anzahl an Policen, sinken die IT-Stückkosten.

Business-Mix zwischen Standardisierung und Individualität

Mit dem Ziel, versicherungstechnische Risiken zu eliminieren, vereinfacht und verschlankt das Unternehmen seine Organisations- und Kostenstruktur. In Niedrigzinszeiten ist das besonders wichtig, denn das Lebensversicherungsgeschäft ist kaum noch lukrativ. Über die Cloud senkt der Versicherer nicht bloß die Kosten, sondern reduziert auch die Komplexität. Heißt konkret: Statt die benötigte IT-Landschaft im eigenen Serverraum aufbauen, betreiben, pflegen, warten und an das Geschäftswachstum anpassen zu müssen, überlässt sie das dem Anbieter.

“Für unser Geschäftsmodell benötigen wir eine hoch skalierbare IT-Plattform, welche uns die Möglichkeit gibt, die Applikationen und Daten weiterer Lebensversicherungen schnell in unsere IT zu integrieren”, erklärt Kai Lewalter, Leiter IT bei der Frankfurter Leben-Gruppe. “Die offene sowie flexible Architektur der Pure Enterprise Cloud erlaubt es uns, einerseits Commodity-Anwendungen standardisiert zu beziehen. Andererseits sind wir bei Bedarf auch in der Lage, die teilweise hoch individualisierten Applikationen aus der Finanzwelt bis zu einer späteren Konsolidierung in unsere Plattform in die Cloud zu überführen.”

Den Mitarbeitern der Frankfurter Leben wird eine virtualisierte Telefonanlage samt Arbeitsplatzumgebung bereitgestellt. Angefangen bei Microsoft Office über Branchenanwendungen bis hin zu Datenbanken – Mitarbeiter greifen über die Cloud auf sämtliche Applikationen zu. Anwendungen und Daten liegen dabei in zwei örtlich voneinander getrennten Rechenzentren des Anbieters. Der Vorteil des sogenannten Zwillingspaars: Hohe Daten- und Betriebssicherheit, da Programme und Informationen parallel gesichert sind. Anwendungen bleiben für die Nutzer somit selbst im Katastrophenfall jederzeit verfügbar.

Dass die Frankfurter Leben-Gruppe mit dem Mix einiges richtig macht, bestätigt der Bitkom Cloud-Monitor 2017: Fast jedes zweite  Unternehmen (46 Prozent), das die Cloud nutzt, bezieht Office Anwendungen aus dem Rechenzentrum eines Providers. Jede dritte Firma (35 Prozent) arbeitet mit Groupware wie E-Mail-Programmen und Kalendern aus der Datenwolke und jede vierte bezieht branchenspezifische Anwendungen (26 Prozent) oder Telefonie (23 Prozent) aus der Cloud. (Thomas Heinen)

Bildquelle: Deutsche Telekom

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