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Wertgarantie wächst dank Handypolicen

16.03.2017 – vorstand_wertgarantieDer Siegeszug des Smartphones ist für den Spezialversicherer für technische Geräte, Fahrräder und Haustiere Wertgarantie Group in Hannover ein Glücksfall. Seit der Einführung 2007 wächst das Unternehmen, wie Vorstandschef Thomas Schröder bei der Vorlage der Geschäftszahlen 2016 erklärte, rasant. Hatte der Versicherer 2005 nur 700.000 Verträge im Bestand, so waren es 2016 mehr als fünf Millionen (Vorjahr: 4,6 Millionen).

In Deutschland wuchs der Bestand dank eines starken Neugeschäfts um zehn Prozent auf 3,1 Millionen. Davon entfielen allein 1,8 Millionen auf Smartphones. Wertgarantie sieht sich jedoch nicht als Handy-Versicherer. Auch das Geschäft mit Haushalts- und Fernsehgeräten wächst, zumal die Produkte immer hochwertiger werden. Hinzu kommen neue Produkte wie E-Bikes oder Drohnen. Im Reparaturgeschäft mit Drohnen sieht der Vorstand große Chance. In den Büchern stehen bereits rund 1.000 Verträge.

Spezialversicherer expandiert im Ausland

Fortschritte macht auch die Expansion ins europäische Ausland. Bereits 2014 war der Garantieversicherer Société Francaise de Garantie in Frankreich übernommen worden. Vom Gesamtbestand entfallen 1,4 Mio. Verträge auf die Franzosen. Neu in der Gruppe ist reparia, die 2016 von einem englischen Konzern erworben wurde und die unter anderem die Reparatur von Strom- und Gasleitungen sowie von verstopften Wasserrohren absichert. Sie steckt allerdings laut Schöder noch in den Kinderschuhen.

Insgesamt hat die Wertgarantie Kunden in acht verschiedenen Ländern. Osteuropa hat sie aber noch nicht im Visier. Erfreulich entwickelt hat sich den Angaben zufolge auch das frühere Sorgenkind, die Haustierversicherung agila, die inzwischen Gewinne abwirft. Sie hat 215 000 Kunden, wobei jetzt die meisten Hunde und Katzen kanken- und nicht nur haftpflichtversichert sind. Die Beitragseinnahmen der agila stiegen 2016 auf 37 Mio. Euro. Die Schadenquote lag bei 75,1 Prozent.

Deutlicher Anstieg bei den Prämieneinnahmen

Die Beitragseinnahmen der Gruppe legten um 8,9 Prozent auf 221 Mio. Euro zu. Zusätzlich wurde mit Garantie-Dienstleistungen ein Umsatz von 20 Mio. Euro erzielt. Reguliert wurden fast 692.000 Schäden (Vorjahr: 600.000). Die Schaden-/Kostenquote lag bei 91,1 Prozent (Vorjahr: 91,3), wobei die Schadenquote einen Anstieg auf 61,4 (Vorjahr: 60,1) Prozent aufwies, während die Kostenquote auf 29,7 Prozent (Vorjahr: 31,2) gedrückt wurde – ein Erfolg der Digitalisierung der Prozesse.

Das versicherungstechnische Ergebnis bezeichnete Schröder als auskömmlich. Das Kapitalanlageergebnis von 1,2 Mio. Euro spielt bei der Wertgarantie keine große Rolle. Als Konzernjahresüberschuss weist die Wertgarantie Group 12,9 Mio. Euro (Vorjahr: 11,1) aus. Rund die Hälfte davon wird an die Eigner, allen voran die hannoversche Inhaberfamilie Judexnis (gut 90 Prozent) ausgeschüttet.

Auch für das laufende Jahr hat Schröder Wachstum eingeplant. 1,7 Millionen Neuverträge (Vorjahr: 1,4 Millionen) sollen es sein. Beim Vertragsbestand hat man 5,4 Millionen. im Visier. Auch Beitragseinnahmen und Gewinne sollen zulegen. Im Rahmen der Digitalisierung, der wachsenden Online-Präsenz und der höheren Anforderungen durch Solvency II wird die Mitarbeitzahl weiter steigen. Inzwischen beschäftigt die Wertgarantie 670 Mitarbeiter, 2010 waren es nur 320. (cs)

Bild: Thomas Schröder (links) und Patrick Döring (rechts) (Quelle: Wertgarantie)

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