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VKB mit Gewinnrückgang und hohen Investitionen in Big Data

10.05.2017 – Walthes - ak89,6 Mio. Euro hat die Versicherungskammer Bayern im abgelaufenen Geschäftsjahr an ihre Eigentümer, die Sparkassen-Finanzgruppe, überwiesen. Doch ob auch zukünftig eine jährliche fünfprozentige Steigerung der Ausschüttung möglich sein wird ist offen: “Das wird schwieriger”, so Finanzvorstand Helmut Späth. Denn Investitionen in die Digitalisierung haben ihren Preis. Auf den Namensstreit mit der Versicherungsgruppe Die Bayerische wollte VKB nicht eingehen.

“Wir haben investiert in die intellektuelle Führerschaft bestimmter Digitalisierungsthemen”, sagte VKB-Chef Frank Walthes bei der Vorstellung seines Zahlenwerkes vor den Journalisten in München. Ob und in welchem Umfang diesen Preis die Mitarbeiter bezahlen müssen, wird jedoch erst noch die Zukunft zeigen. Für das laufende Jahr rechnet Walthes mit einer Seitwärtsbewegung und einem Beschäftigungsstand von rund 6.000 Mitarbeitern. Derzeit sind rund 6.800 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt.

Vorsichtig optimistisch zeigte sich der Vorstand mit Blick auf die Geschäftsentwicklung für 2017: “Wir sind mit Rückenwind in dieses Jahr gestartet”, sagte Walthes und weiter: “Wir wollen die Beitragslinie moderat fortentwickeln, im Kompositgeschäft  haben wir zwei Prozent geplant, da liegen wir gerade drüber [...] wir gehen im Moment davon aus, dass wir die Transformation der Lebensversicherung – also wir nehmen den laufenden Beitrag hoch und den Einmalbeitrag etwas zurück – , dass wir die Beitragslinie in diesem Jahr fortschreiben und die acht Mrd. im Blick haben.”

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2017 berichtet die VKB allerdings einen Gewinn nach Steuern und Abschreibungen von minus vier Prozent auf 192 Mio. Euro. Trotzdem zeigte sich das Management zufrieden, denn dank niedriger Zinsen, die für einen Bauboom verantwortlich gemacht werden, stiegen die Beitragseinnahmen: In der Sparte Schaden- und Unfall um rund sechs Prozent auf 2,5 Mrd. Euro; rund drei Mrd. Euro schwer ist das Segment Leben und 2,3 Mrd. Euro die Sparte Kranken. Die Schaden-Kosten-Quote beläuft sich auf 93,1 Prozent.

Kein Thema war der Namensstreit zwischen der VKB und der Versicherungsgruppe Die Bayerische wegen einer von der VKB befürchteten Namensverwechselung beim Kunden. Hier wird das nächste Kapitel am 16. Mai aufgeschlagen und zwar vor dem Landgericht in München.  (vwh/ak)

Bild: Versicherungskammer Bayern Vorstandschef Frank Walthes stellt seine Zahlen vor. (Quelle: Alexander Kaspar)

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