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Vitality: Versicherer verkauft Apple Watch für 25 Dollar

25.10.2017 – wearables_86171056_FotoliaDie Apple Watch ist ein Ladenhüter. Deshalb versucht der Internet-Konzern seinen Absatz durch Kooperationen mit Versicherern zu steigern. Einer der größten US-Lebensversicherern, John Hancock, bietet seinen 10 Millionen Kunden nun an, eine Apple Watch für 25 Dollar an – vorausgesetzt sie sammeln anschließend über einen Zeitraum von zwei Jahren ausreichend “Vitality Points” durch regelmäßiges Training.

Der Versicherungskonzern hatte die digitale Uhr zuvor schon einem begrenzten Kreis an Versicherungsnehmern reduziert angeboten: Bei Käufern habe sich eine Aktivitätszunahme um 20 Prozent gezeigt, erklärte der Versicherer gegenüber CNBC. Die von John Hancock angebotene Apple Watch der Series 3 erwirbt man durch eine Einrichtungsgebühr von 25 Dollar. Innerhalb der nächsten 24 Monate muss man dann allerdings auch pro Monat 500 sogenannte Vitality Points erreichen, was relativ viel Sport und Vorsorgeuntersuchungen erfordert. Wer zu wenig trainiert muss nachzahlen, derzeit kostet das neue Modell 330 Dollar.

Das Programm “Vitality” ist eine spezielle Versicherungsart, bei der ein gesunder Lebensstil belohnt wird. Generali Deutschland bietet das als erster Versicherer hierzulande an. Dafür hat Generali den Tennis-Star Angelique Kerber als Markenbotschafterin engagiert. “Generali Vitality wurde im Juli 2016 eingeführt und nach sechs Monaten konnten wir schon mehrere Tausend neue Vitality Kunden begrüßen. Jeden Tag kommen neue Verträge hinzu und mit der Berufsunfähigkeitsversicherung der Dialog und die Ausweitung auf die Cosmos im nächsten Monat ist die Tendenz klar steigend”, sagt Peter Stockhammer, Geschäftsführer der Generali Vitality GmbH, im Interview mit VWheute. Kritiker werfen Vitality-Anbietern jedoch vor, damit vor allem Kunden auszuwählen, die ohnehin schon gesund sind und damit den Kollektivgedanken zu verletzen.

Auch deutsche Krankenkassen bieten Zuschuss für Apple Watch

Der Apple-Watch-Verkauf läuft schleppend und dennoch hat der Konzern aus Cupertino einen Marktanteil von rund 50 Prozent im Bereich Smartwatches. Doch laut Experten sei der Markt noch nicht reif für Smartwatches und andere Wearables. Ferner sei die Uhr zu stark vom iPhone abhängig und hat kurze Akku-Laufzeiten.

Zwar wächst der Markt nach wie vor, aber für 2017 sagt die GfK gerade mal 1,3 Millionen verkaufte Smartwatches für Deutschland voraus. Laut Bitkom nutzen jedoch bereits 54 Millionen Einwohner über 14 Jahren ein Smartphone. Die Assekuranz bleibt trotzdem optimistisch. “Fast zwei Drittel aller Versicherungsunternehmen erwarten, dass Wearable Technologies einen erheblichen Einfluss auf das Branchengeschehen nehmen werden. Produkte, die auf Wearable Technology basieren, werden bereits durch Axa, Progressive, Geico, Humana, Cigna, Allianz u. a. getestet”, erklärt Mariusz Janczewski von Comarch. Der US-Krankenversicherer Aetna plant eine ähnliche Partnerschaft mit Apple wie John Hancock. In Deutschland kann man bei der Techniker Krankenkasse sowie der AOK Nord einen Zuschuss von 50 Euro auf eine Apple Watch beantragen. (vwh/dg)

Bildquelle: Fotolia

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