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Versicherer sehen MIFID II-Vorgaben gelassen entgegen

08.01.2018 – Warnschild_Achtung_Gefahr-Regulation_Thomas Weiss_pixelio.deDie Bafin warnt! Die Finanz-Aufseher haben die Finanzunternehmen noch einmal eindringlich darauf hingewiesen, dass im Jahr 2018 mit der Umsetzung der Finanzmarktrichtlinie MiFID II zahlreiche neue Vorgaben in Kraft treten. Was sagen die Versicherer dazu? Sind sie den Vorgaben gewachsen?  – VWheute hat nachgeforscht.

“Das große Ziel von MiFID II ist ein besserer Anlegerschutz”, erklärt Bafin-Exekutivdirektorin Elisabeth Roegele. Das erkenne man insbesondere an den neuen Pflichten in der Produktwelt. Diese stellen einen Paradigmenwechsel in der Konzeption und beim Vertrieb von Produkten dar. Produktkonzeption und Vertrieb, keine Wörter hört ein Versicherungsvorstand lieber und setzt diese in handfeste Maßnahmen um. Vielleicht fühlen sich die die Konzerne deswegen MIFID II-gerüstet.

Die R+V sieht zwar die Herausforderungen, ist aber optimistisch, dass ihre Partner den Anforderungen gewachsen sind – zur Unterstützung ihrer Partner fühlt sich der Versicher im Fall der Fälle bereit. “Die höheren regulatorischen Anforderungen durch MiFID II und IDD stellen freie Vermittler vor wachsende Herausforderungen. Neben zusätzlichen bürokratischen Pflichten beispielsweise durch die verpflichtende Geeignetheitsprüfung erhöht sich zugleich der qualitative Anspruch an die Beratung. Die R+V Gruppe unterstützt ihre Partner sehr konkret, etwa durch Webinare und Qualifizierungen, deren Qualität im Markt sehr anerkannt ist. Grundsätzlich wird eine gute Beratung auch künftig die Absatzchancen erhöhen. Im Markt selbst sehen wir die Entwicklung zu mehr spezialisierten Vermittlern und zu Kooperationen untereinander.”

Alte Leipziger und Signal Iduna

Die Alter Leipziger war bereits aktiv und hat den Vertriebspartnern die erforderlichen Daten “rechtzeitig zur Verfügung gestellt”. Dennoch bleiben einige Fragen offen: “Welche Anforderungen sich aus der Richtlinie für die nach § 34 f GewO tätigen Finanzanlagenvermittler ergeben, ist noch offen, da die überarbeitete Verordnung über die Finanzanlagen-Vermittlung (FinVermV) noch nicht publiziert ist. Auf jeden Fall steht für den Vertrieb der Alte Leipziger Trust-Fonds das Datengerüst. Ob Anlegern, konfrontiert mit einer Vielzahl von neuen Fonds-Kennzahlen, die Fondsauswahl leichter fällt, wird sich zeigen.”

In den Kanon “haben wir bereits gemacht, läuft alles” reiht sich auch die Signal Iduna ein: “Wie viele andere Unternehmen ist auch die Signal Iduna von der Einführung der neuen EU-Finanzmarktrichtlinie “MIFID II” betroffen. Bereits frühzeitig – schon in 2015 – hat der Konzern sich auf die zunehmende Regulierung eingestellt und ein Haftungsdach bei der Signal Iduna Asset Management GmbH gegründet, unter dem die Erfüllung von gesetzlichen Auflagen, wie z.B. “MiFID II”, jederzeit sichergestellt ist.”

Die (kleine) Stichprobe bei den Versicherern zeigt, dass sie Branche sich gerüstet sieht, um MIFID II zu begegnen, aber noch Fragen im Vertrieb offen bleiben. (vwh/mv)

Bild: Warnung (Quelle: Thomas Weiss / PIXELIO / www.pixelio.de)

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