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“Verbraucher wollen bei Beratersoftware partizipieren”

16.01.2017 – Scholl Thomas_DefinetDie Definet Deutsche Finanz Netzwerk hat kürzlich eine neue Software für die Finanzanalyse vorgestellt – VWheute berichtete. Die Software richtet sich nach DIN-Normen und auch Privatpersonen können die Software zur Finanzplanung nutzen. Wird der Makler also bald arbeitslos? VWheute hat bei Definet-Vorstand Thomas Scholl nachgefragt.

VWheute: Was unterscheidet ihre Software von denen der Konkurrenz?

Thomas Scholl: Die neue Analyse Software der Definet unterscheidet sich von den meisten angebotenen Analysetools dadurch, dass sie die DIN SPECS 77222 “Standardisierte Finanzanalyse für Privathaushalte”, die auf dem Weg zur DIN Norm ist, und die DIN SPEC 77223 “Standardisierte Vermögens- und Risikoanalyse für Privatanleger” abbildet. Weiterhin besticht sie durch die Möglichkeit der Umschaltung von Programmstufe “Basis”, in der einfache Analysen, d.h. erste Sollstellungen in 10 bis 15 Minuten vorgenommen können, auf Programmstufe “Basis plus”, in der auch komplexere Sachverhalte abgebildet werden sowie Verträge und Objekte eingegeben und miteinander verknüpft werden können. Damit ist die neue Software auch in Zielgruppen mit Durchschnittsverdiensten einsetzbar und ermöglicht auch dort einen ganzheitlichen Beratungsansatz.

VWheute: In ihrer Pressemeldung kommt das Wort “DIN” 14 Mal vor, warum ist diese Norm so wichtig bei der Beratung?

Scholl: Die Möglichkeit des Verweises auf eine DIN SPEC oder DIN Norm erlaubt Beratern, ihren Kunden die Sicherheit zu geben, dass die gegebene Auflistung von empfohlenen Absicherungs- und Vorsorgemaßnahmen nicht willkürlich ist, sondern auf der Grundlage eines abgesicherten, von Fachexperten, Wissenschaftlern und Verbraucherschützern entwickelten Regelwerks vorgenommen wurde. Der Name DIN bürgt für allgemein anerkannte Standards, die Anwendung des Begriffs unterliegt strengen Vorgaben. Unter Federführung des Deutschen Instituts für Normung in Berlin veröffentlichte Standards schaffen somit Vertrauen und erleichtern Finanzberatern die Arbeit. Die Software findet bereits in Banken und Versicherungen als auch bei Maklern und in Vertrieben Anwendung. Die Tatsache, dass im DIN-Ausschuss zahlreiche wichtige Vertreter der deutschen Finanzindustrie zusammenarbeiten, unterstreicht die Bedeutung der Norm.

VWheute: Steht die Selbstanalyse-App nicht im Widerspruch zu der Beratungssoftware, wird der Berater bald überflüssig?

Scholl: Das Gegenteil ist der Fall. Die Verbraucher wollen partizipieren und nicht nur konsumieren. Deshalb ist es wichtig, sie an der Entwicklung eines Analyse-Ergebnisses mitwirken zu lassen. Die App und der Finanzcheck zur Selbstanalyse geben Verbrauchern erste Hinweise auf mögliche Defizite und Handlungsnotwendigkeiten und liefern damit Impulse, sich zur detaillierten, professionellen Analyse und zur Lösung der aufgezeigten Fragestellungen an einen Finanzberater zu wenden. Die Selbstanalysetools arbeiten den Beratern zu und werden in diesem Sinne vielfach in der Kundenakquise eingesetzt. (vwh)

Den Artikel zur Software von Definet finden Sie HIER.

Die Fragen stellte VWheute-Redakteur Maximilian Volz

Bild: Thomas Scholl (Quelle: Definet)

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