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Unwetter belasten Bilanz der Sparkassenversicherung

20.02.2017 – wolff_svDie Unwetter im Frühjahr 2016 haben der SV SparkassenVersicherung (SV) spürbar auf deren Geschäftsbilanz im abgelaufenen Geschäftsjahr ausgewirkt. Nach den vorläufigen Geschäftszahlen sorgte Unwettertief “Elvira” im Geschäftsgebiet der SV für für Schäden an rund 12.000 Gebäuden und Autos mit einem Volumen von über 100 Mio. Euro. Besonders betroffen war der Ort Braunsbach im Norden Baden-Württembergs.

Sturmtief “Neele” im Juni 2016 sorgte zudem im Geschäftsgebiet der SV für rund 9.200 Schäden an Gebäuden und Autos einem Schadenaufwand von 37,9 Mio. Euro. Insgesamt beziffert die SparkassenVersicherung die Unwetterschäden 2016 auf 206,5 Mio. Euro (2015: 111,7 Mio.).

Die gesamten Bruttoschadenaufwendungen der SV stiegen nach Unternehmensangaben um 11,6 Prozent auf 1.101,9 Mio. Euro (2015: 993,6 Mio.). Die Schaden-Kostenquote in den Schaden-Unfallversicherungen lag im vergangenen Jahr bei 92,2 Prozent (2015: 85,5 Prozent). Dies entspricht einem Plus von 6,7 Prozent.

Wolff von der Sahl rechnet mit “gutem Jahresergebnis”

Trotzdem erwartet SV-Vorstandsvorsitzender Ulrich-Bernd Wolff von der Sahl trotz der hohen Schadenbelastung “mit 42,4 Mio. Euro ein gutes Jahresergebnis”. Demnach stiegen die gebuchten Bruttobeiträge in den Schaden-Unfallversicherungen laut Versicherer um 3,0 Prozent auf 1,45 Mrd. Euro (2015: 1,41 Mrd.).

Dabei verzeichnete der öffentliche Versicherer nach eigenen Angaben vor allem in den gewerblichen Sachversicherungen (+4,7 Prozent) und in den Sparten Unfall (+7,3 Prozent), Haftpflicht (+4,5 Prozent), Hausrat (+4,3 Prozent) und Kraftfahrt (+5,4 Prozent) ein deutliches Prämienplus.

Im Neugeschäft zeichnete die SV in 2016 insgesamt 436.000 Neuverträge – einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 3,5 Prozent. Das Neugeschäft nach Bestandsbeitrag liegt mit 99,2 Mio. Euro (2015: 98,7 Mio.) leicht über dem Vorjahr. Besonders gut lief das Neugeschäft nach Beiträgen laut SV in der Hausratsparte (+2,5 Prozent), den gewerblichen Sachversicherungen (+33,5 Prozent) und in Kfz-Sparte (+2,9 Prozent).

Allein in bei den Kfz-Versicherungen stieg das Neugeschäft nach Bestandsbeitrag nach Unternehmensangaben um 2,9 Prozent auf 48,9 Mio. Euro. Die Zahl der Bestandsverträge stieg um 2,4 Prozent auf rund 178.000 Verträge. Die Schaden-Kostenquote in Kraftfahrt beträgt laut SV 98,1 Prozent (2015: 97,5 Prozent).

Beitragsplus in der Lebensparte

In der Lebensparte stiegen die gebuchten Bruttobeiträge nach Angaben des Versicherers um 4,3 Prozent auf 1,91 Mrd. Euro (2015: 1,83 Mrd.). Beitragstreiber waren laut SV vor allem die Rentenversicherungen (+8,8 Prozent) und Risikoversicherungen (+5,0 Prozent). Im Neugeschäft stiegen die Beitragseinnahmen insgesamt um 9,9 Prozent auf 3,06 Mrd. Euro.

Bei den Policen mit laufendem Jahresbeitrag verzeichnete die SV ein Plus von 10,8 Prozent auf 86,4 Mio. Euro und nach Einmalbeitrag um 10,1 Prozent auf 926,0 Mio. Euro. Die Versicherungsleistungen in Leben stiegen nach Unternehmensangaben in 2016 um 10,1 Prozent auf 2.172,2 Mio. Euro (2015: 1.972,2 Mio.). Für 2017 will SV nach eigenen Angaben die Überschussbeteiligung ihrer Lebens- und Rentenversicherungen nach laufendem Beitrag bei 2,95 Prozent konstant halten.

Zudem verzeichnete die SV in der betrieblichen Altersvorsorge im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben deutliche Zuwächse. Im Geschäft mit der Direktversicherung, Direktzusage und Unterstützungskasse stieg die Beitragssumme um 32,5 Prozent auf 804,8 Mio. Euro (2015: 607,2 Mio.). Besonders stark nachgefragt wurde laut Versicherer die indexbasierte Variante: Hier stieg die Zahl der Verträge stieg um 70,5 Prozent.

SV-Vorstandschef will “Digitalisierungsstrategie weiter fortsetzen”

“Wir haben in der Lebensversicherung und in den Schaden-Unfallversicherungen gute Geschäftsergebnisse erzielt. Wir werten dies als Beleg für unsere marktfähigen Produkte, unser Schadenmanagement und die gute Arbeit unserer Vertriebspartner”, kommentierte SV-Vorstandsvorsitzender Wolff von der Sahl, die vorläufigen Geschäftszahlen für 2016. Man sei “sehr zufrieden”.

Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr betont der SV-Vorstandschef: “Das Thema Niedrigzins wird uns in unserer Kapitalanlage weiter stark belasten. Auch werden wir unsere Digitalisierungsstrategie weiter fortsetzen. Im Zentrum unseres Handelns stehen aber weiterhin unsere Kunden: Wir wollen die erste Wahl für die Menschen in unseren Regionen sein.” (vwh/td)

Bild: SV-Vorstandsvorsitzender Ulrich-Bernd Wolff von der Sahl (Quelle: SV)

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