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Universa hadert mit Zinszusatzreserve, Saarland strauchelt

29.06.2017 – Bilanz, Zahlen Boerse M. Gapfel_pixelio.deDie Universa hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 Prämien in Höhe von insgesamt 696,4 Mio. Euro eingenommen. Dies entspricht einem Plus von 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2015: 691,0 Mio.). Der Gewinn nach Steuern stieg nach Unternehmensangaben um 5,6 Prozent auf 110,7 Mio. Euro. Durchwachsen ist hingegen die Geschäftsbilanz der Saarland Versicherungen.

So erzielte die Universa in der Krankensparte im vergangenen Jahr Bruttobeitragseinnahmen von 552,2 Mio. Euro (2015: 545,9 Mrd.). Dabei blieb die Zahl der vollversicherten Kunden nach Unternehmensangaben gegenüber dem Vorjahr weitgehend stabil mit 142.367 Policen (2015: 143.031). Eine besonders starke Nachfrage verzeichnete die Universa hingegen bei ambulanten und zahnärztlichen Zusatzversicherungen. So stieg die Zahl der Zusatzpolicen einschließlich Auslandskrankenversicherung auf 348.769 Policen (2015: 347.777).

In der Lebensparte stiegen die Bruttoprämieneinnahmen laut Universa leicht um 0,8 Prozent auf 115,6 Mio. Euro. Wachstumstreiber waren nach Angaben des Versicherers vor allem die Berufsunfähigkeitsversicherung sowie die fondsgebundene Rentenversicherung.

Allerdings macht dem Versicherer vor allem die Zinszusatzreserve zu schaffen, die sich Ende 2016 auf rund 71 Mio. Euro belief. “Die Belastung der Versicherer ist unverhältnismäßig hoch. Die vorgeschriebene Berechnung der Zinszusatzreserve spiegelt die Realität schon länger nicht mehr wider. Wir begrüßen es daher, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Erleichterungen bei der Zinszusatzreserve prüft”, betonte Universa-Vorstandssprecher Michael Baulig.

In der Schaden- und Unfallsparte profitierte die Universa hingegen von einem günstigen Schadenverlauf. So sanken die Bruttobeitragseinnahmen in der Allgemeinen Versicherung aufgrund der Beendigung eines Großkundenvertrages zwar auf 28,4 Mio. Euro (2015: 30,4 Mio.). Dennoch verbuchte die Universa einen Gewinn nach Steuern von 7,8 Mio. Euro. Dominierende Sparte blieb laut Versicherer die Unfallsparte mit Prämieneinnahmen von 10,4 Mio. Euro (2015: 10,3 Mio.).

Saarland Versicherungen profitieren von weniger Schäden

Eher durchwachsen verlief das Geschäftsjahr der Saarland Versicherungen. So stiegen die Bruttobeitragseinnahmen der Saarland Feuerversicherung in 2016 um 1,0 Prozent auf 125,0 Mio. Euro (2015: 123,9 Mio.). Einen besonders starken Zuwachs erzielte der öffentliche Versicherer in der Wohngebäudesparte mit Prämieneinnahmen von 26,1 Mio. Euro (2015: 24,8 Mio.). Die Aufwendungen für Versicherungsfälle des Geschäftsjahres gingen im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Prozent auf 107,9 Mio. Euro (2015: 112,1 Mio.) zurück. Die Schaden-Kosten-Quote sank auf 102,9 Prozent (2015: 115,6 Prozent). Der Jahresüberschuss lag bei 0,6 Mio. Euro (2015: 0,2 Mio.), die Solvenzquote bei 209 Prozent.

In der Lebensparte verzeichnete der öffentliche Versicherer hingegen einen deutlichen Rückgang der Prämieneinnahmen auf 132,0 Mio. Euro (2015: 150,9 Mio.). Gleichzeitig stiegen die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle leicht auf 146,6 Mio. Euro (2015: 144,6 Mio.). Die Solvenzquote lag Ende 2016 bei 494 Prozent. Der Jahresüberschuss lag stabil bei 1,9 Mio. Euro (2015: 1,9 Mio).

“Bislang hat die Saarland jedoch bewiesen, dass sie mit ihrer auf Sicherheit und Stabilität ausgerichteten Kapitalanlage auch in schwierigen Zeiten ein verlässlicher Partner für ihre Kunden und die Region bleibt”, betonte Vorstandsvorsitzender Dirk Hermann. (vwh/td)

Bildquelle: M. Gapfel / PIXELIO (www.pixelio.de)

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