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Uniqa spricht trotz Gewinneinbruch von “gutem Jahr”

10.03.2017 – brandstetter_uniqaDas Ergebnis vor Steuern der Österreicher sank deutlich. Zudem trennte sich der Versicherer von seinem Italiengeschäft. Das Ergebnis beträgt nach vorläufigen Zahlen 225,5 Mio. Euro, im letzten Jahr waren es exklusive des Italiengeschäfts 397,8 Mio. Euro. Das Ergebnis sei leicht besser als prognostiziert. Freuen können sich die Aktionäre, will der Versicherer doch eine höhere Dividende ausschütten.

So verzeichnete die Uniqa nach eigenen Angaben einen Rückgang der Prämieneinnahmen – inklusive der Sparanteile der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung – gingen 2016 um 3,1 Prozent auf 5.048,2 Mio. Euro (2015: 5.211,0 Mio. Euro) zurück. In der Lebensparte sanken die Prämien in 2016 um 15,6 Prozent auf 1.526,1 Mio Euro (2015: 1.807,5 Mio. Euro). In der Krankensparte knackte der österreichische Versicherer mit Prämieneinnahmen von 1.003,7 Mio. Euro die Milliarden-Marke. Das entspreche einem Plus von 4,1 Prozent (2015: 964,4 Mio. Euro). Auch in der Schaden- und Unfallversicherung verzeichnete die Uniqa ebenfalls ein Wachstum von 3,2 Prozent bei den verrechneten Prämien mit 2.518,4 Mio. Euro (2015: 2.439,2 Mio. Euro).

Die Versicherungsleistungen nach Eigenbehalt stigene nach Unternehmensangaben um 7,8 Prozent auf 3.385,6 Mio. Euro (2015: 3.671,3 Mio. Euro). Zudem stieg die Combined Ratio (Schaden-Kosten-Quote) in der Schaden- und Unfallversicherung leicht um 0,2 Prozentpunkte auf 98,1 Prozent (2015: 97,9 Prozent). Das Ergebnis vor Steuern sank vor allem aufgrund des Rückgangs des Kapitalanlageergebnisses und der massiven Zukunftsinvestitionen um 43,3 Prozent auf 225,5 Mio. Euro (2015: 397,8 Mio. Euro), teilte die Uniqa mit.

Zum zurückliegenden Jahr sagt Uniqa-CEO Andreas Brandstetter: “Für uns war 2016 ein gutes und zukunftsweisendes Jahr. Gut, weil wir in den Bereichen, in denen wir es uns vorgenommen hatten, gewachsen sind und zusätzliche Kunden gewonnen haben. Zukunftsweisend, weil wir uns gegen kurzfristige Gewinnmaximierung und für ein großes, langfristig wertsteigerndes Innovations- und Investitionsprogramm entschieden haben. Unsere ausgezeichnete Kapitalbasis und die mittlerweile starke Bilanz bilden das Fundament dieser Investitionen.”

Uniqa will Dividende erhöhen

Das Unternehmen will “auf Basis des Jahresergebnisses und der starken Kapitalisierung” die progressive Dividendenpolitik der letzten Jahre wie geplant fortzusetzen und die Dividende von 47 auf 49 Cent erhöhen. So könne sich der Versicherer eine solche Politik dank des stabilen Cashflows und den gesunden Rücklagen leisten, erfuhr VWheute auf Nachfrage. Der Verkauf des Italiengeschäfts wurde 2016 beschlossen, das Closing fand aber noch nicht statt. Das dortige Geschäft sei ertragreich, aber unter den aktuellen Rahmenbedingungen zunehmend kapitalintensiv. Der Konzernumbau wurde schneller umgesetzt als angekündigt, wie Uniqa betont.

Zum Ausstieg aus Italien und der Dividendenpolitik äußert sich Brandstetter wie folgt: “2016 haben wir auch die Konzentration auf das Kerngeschäft in Österreich und CEE weiter verstärkt: Wir haben unsere operativen Gesellschaften in Österreich fusioniert, eine funktionale Konzernstruktur geschaffen, den Vorstand deutlich verkleinert und uns aus Italien zurückgezogen. Unter dem Strich ist unser Ergebnis vor Steuern – trotz des Wegfalls des Ergebnisbeitrags aus Italien – nicht so stark gesunken, wie noch vor einem Jahr angekündigt. 2016 war damit für uns ein intensives Jahr, in dem wir unsere Ziele erreicht haben, effizienter und flexibler geworden sind, bei uns gespart und in die Zukunft investiert haben. Daher werden wir vorschlagen, die Dividende zum fünften Mal in Folge zu erhöhen.”

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die Uniqa nach eigenen Angaben trotz erheblicher Zukunftsinvestitionen und der anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen – wie Niedrigzinsumfeld, sinkenden Kapitalerträgen und politischen Unsicherheiten in einzelnen Märkten – ein leichtes Wachstum sowohl bei den Prämien als auch beim Ergebnis. (vwh/mv)

Bild: Andreas Brandstetter (Quelle: Uniqa)

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