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Talanx leidet unter Hurricans und Erdbeben

22.09.2017 – talanx_sitz_talanxDer Talanx machen derzeit die Naturkatastrophen in Mittelamerika und in der Karibik zu schaffen. Während die Schadenbelastung durch die Hurrikane “Harvey” und “Irma” noch im Rahmen liege, machen dem Versicherer vor allem Wirbelsturm “Maria” und das Beben in Mexiko zu schaffen. Auch die Hannover Rück gab eine Gewinnwarnung heraus.

So zeichne es sich nach Unternehmensangaben ab, dass “das zeitanteilige Großschadenbudget in Höhe von 818 Mio. Euro für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres in den Geschäftsbereichen Rück- und Industrieversicherung” überschritten werde. Daher werde das Großschadenbudget für das vierte Quartal für die beiden Geschäftsbereiche von 267 Mio. Euro vermutlich nicht in voller Höhe zur Verfügung stehen”, heißt es bei der Talanx weiter.

Ob der Versicherungskonzern seine angepeilte Gewinnprognose von 850 Mio. Euro in diesem Jahr erreichen werde, hängt laut Talanx “von der Entwicklung der Großschadenbelastung bis zum Jahresende ab”. Dennoch sei “eine Dividendenzahlung mindestens auf Vorjahreshöhe” gewährleistet. Bereits Anfang September wurde bekannt, dass die Talanx-Tochter HDI mutmaßlich für die Sturmschäden an der US-Chemiefabrik in Texas haften werde.

Hannover Rück gibt Gewinnwarnung heraus

Ähnlich äußerte sich am Donnerstag auch die Hannover Rück. So geht der Rückversicherer derzeit davon aus, dass die Hurrikane “Harvey” und “Irma” das eigene Großschadenbudget über 825 Mio. Euro “absorbieren” werde. Zudem werden Hurrikan “Maria” und das Erdbeben in Mexiko “zu weiteren substanziellen Belastungen führen, die das Großschadenbudget überschreiten werden”. Daher rechnet die Talanx-Tochter damit, dass das angestrebte Jahresergebnis von einer Milliarde Euro wahrscheinlich nicht erreicht werde. Dennoch sei eine Dividendenauszahlung auf Vorjahreshöhe “unverändert möglich”.

Bereits vergangene Woche hatte die Munich Re nach “Harvey” und “Irma” eine Gewinnwarnung für dieses Jahr herausgegeben. Demnach seien “aus beiden Ereignissen sind hohe versicherte Schäden zu erwarten”, hieß es aus München. Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re wollte bisher noch überhaupt keine Einschätzung zu den Auswirkungen der Katastrophen abgeben. (vwh/td)

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