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Swiss Re zahlt höhere Dividende trotz Gewinnrückgang

24.02.2017 – Mumenthaler_Swiss_reNaturkatastrophen sowie der Preiskampf im Schaden- und Unfallgeschäft haben der Swiss Re im abgelaufenen Geschäftsjahr einen deutlichen Gewinneinbruch beschert. Demnach sank der Gewinn des Schweizer Rückversicherers im Vergleich zum Vorjahr auf rund 3,6 Mrd. US-Dollar (2015: rund 4,6 Mrd.). Dennoch soll die Dividende nach Unternehmensangaben in diesem Jahr von 4,60 auf 4,85 Schweizer Franken steigen.

Zudem sollen die Aktionäre mit einem weiteren Aktienrückkauf bis 2018 im Wert von bis zu einer Mrd. Franken bei Laune gehalten werden. Ein deutliches Plus verzeichnete die Swiss Re hingegen bei den Prämienneinahmen: So verbuchte der Rückversicherer im vergangenen Jahr einen Zuwachs von 10,0 Prozent auf 33,2 Mrd. US-Dollar (2015: 30,2 Mrd.). Die Schaden-Kostenquote stiege hingegen ebenfalls auf 94,8 Prozent (2015: 87,0 Prozent).

Zugpferd der Swiss Re blieb in 2016 auch weiterhin die Geschäftseinheit Property & Casualty – trotz mehrerer Großschäden wie den Waldbränden in Kanada, dem Erdbeben in Neuseeland sowie Hurrikan Matthew in den USA. So verschlechterte sich die Schaden-Kostenquote auf 93,5 Prozent (2015: 85,7 Prozent). Gleichzeitig stiegen die Prämienneinahmen um 12,7 Prozent auf 17,0 Mrd. US-Dollar (2015: 15,7 Mrd.), was vor allem auf größere Transaktionen in den USA und Euroa zurückzuführen sei, teilte die Swiss Re mit.

Auch Life & Health Re lag mit einem Reingewinn von 807 Mio. US-Dollar (2015: 968 Mio.) zwar weiterhin auf Kurs. Dennoch wirkte sich das schwächelnde Geschäft der britischen Lebens- und Krankenversicherungsrücksparte negativ auf die Gewinnentwicklung aus. Die Prämieneinnahmen stiegen hingegen um 8,6 Prozent auf 11,5 Mrd. US-Dollar (2015: 10,6 Mrd.).

Mit einer negativen Bilanz beendete hingegen die Geschäftseinheit Corporate Solutions das Jahr 2016. Demnach brach der Gewinn gegenüber dem Vorjahr aufgrund anhaltenden Preisdrucks und hoher Man-made-Schäden auf 135 Mio. US-Dollar (2015: 357 Mio.) ein. Kompensiert werden konnte dies laut Rückversicherer nur durch geringe Schäden aus Naturkatastrophem, Erträgen aus Kapitalanlagen sowie Versicherungsgewinnen aus Derivaten. Die Prämieneinnahmen stiegen um 3,7 Prozent auf 3,5 Mrd. US-Dollar.

Positiv entwickelte sich hingegen die zum 1. Januar 2016 eingeführte Geschäftseinheit Life Capital, die offene und geschlossene Lebens- und Krankenversicherungsbestände verwaltet: Life Capital erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gewinn von 638 Mio. US-Dollar (2015: 424 Mio.). Die Prämienneinnahmen stiegen um 5,7 Prozent auf 1,2 Mrd. US-Dollar (2015: 1,1 Mrd.).

“Wir haben 2016 trotz anhaltend schwierigen Geschäftsbedingungen ein gutes Ergebnis erzielt. Das vergangene Jahr war nicht nur von einem schwächeren Marktumfeld geprägt, sondern auch von weltweit niedrigem Wirtschaftswachstum sowie weiterhin niedrigen Zinsen; hinzu kamen signifikante politische Veränderungen. Dennoch machen unsere Jahresergebnisse deutlich, dass wir Mehrwert für unsere Kunden und Aktionäre schaffen, indem wir Swiss Re’s Strategie konsequent umsetzen; dabei bauen wir auf exzellente Kundenbeziehungen, eine starke Kapitalausstattung und unsere herausragende Position als Risk-Knowledge Company”, kommentierte Vorstandschef Christian Mumenthaler die Geschäftszahlen für 2016.

Daneben gab die Swiss Re auch einige Personalentscheidungen bekannt: Nach 25-jähriger Tätigkeit wird Matthias Weber zum 30. Juni 2017 als Group Chief Underwriting Officer zurücktreten. Nachfolger soll Edouard Schmid werden. Zudem sollen Jay Ralph und Jörg Reinhardt auf der nächsten Generalversammlung in den Verwaltungsrat gewählt werden.

Ralph war bis vor kurzem Vorstand der Allianz SE und Präsident bei Allianz Asset Management. Zuvor war er innerhalb der Allianz SE als CEO der Allianz Re in München tätig und CEO der Allianz Risk Transfer in Zürich. Reinhardt ist seit 2013 Präsident des Verwaltungsrates sowie Vorsitzender des Stiftungsrates der Novartis Stiftung. Zuvor war er Vorstandsvorsitzender der Bayer HealthCare AG und Vorsitzender des Executive Committee von Bayer HealthCare, Deutschland. (vwh/td)

Bild: Christian Mumenthaler, Vorstandsvorsitzender der Swiss Re (Quelle: Swiss Re)

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