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Swiss Re strauchelt

07.08.2017 – SR_logo_MQ_1Der Rückversicherer Swiss Re muss im ersten Halbjahr einen Gewinnrückgang von 35 Prozent hinnehmen. Das Gesamtergebnis wurde durch Schadenforderungen von 360 Mio. US-Dollar in Folge des australischen Wirbelsturms Debbie stark belastet. Chief Executive Officer Christian Mumenthaler glaubt nicht, dass sich die schwierige Marktlage bald entspannt.

Nach den ersten sechs Monaten des Jahres weist die Swiss Re einen Konzerngewinn von 1,2 Mrd. US-Dollar aus. Ursache für den Rückgang gegenüber dem Vorjahr seien in erster Linie das Ausbleiben hoher einmaliger Gewinne, die 2016 auf das Anlageportefeuille von Life Capital erzielt wurden, sich 2017 aber nicht wiederholten.

Münchener Rück, Swiss Re und andere große Rückversicherer kämpfen seit Jahren mit sinkenden Prämien in ihrem Kerngeschäft. Wegen des Niedrigzinsumfelds steht viel Kapital zur Verfügung und branchenfremde Anbieter wie Hedge- und Pensionsfonds sind in das Geschäft mit der Naturkatastrophen-Rückversicherung eingestiegen.

“Während unsere Geschäftssegmente Property & Casualty weiterhin dem anhaltenden Preisdruck ausgesetzt waren – wie die gesamte Branche und der Markt generell – lieferten die Lebens- und Krankenversicherungs-Segmente stabile oder sogar verbesserte Ergebnisse”, erklärt David Cole, Group Chief Financial Officer von Swiss Re. “Dies unterstreicht, wie wichtig ein gut diversifiziertes Geschäftsmodell ist, um die Volatilität in einzelnen Bereichen abfedern zu können.”

Die Geschäftseinheit Corporate Solutions generierte im ersten Halbjahr einen Gewinn von 39 Mio. US-Dollar. Das Ergebnis wurde durch Naturkatastrophenschäden, die gegenüber dem Vorjahreszeitraum 2016 höher ausfielen, sowie durch den anhaltenden Preisdruck beeinflusst, berichtet der Rückversicherer.

Der Schaden-Kosten-Satz lag aufgrund höherer Naturkatastrophenschäden, negativer Vorjahresentwicklungen und anhaltendem Preisdruck bei 104,5 Prozent. Die gebuchten Bruttoprämien gingen wegen des zyklusbedingten Preisdrucks in den meisten Geschäftssegmenten um 4,7 Prozent auf 1,7 Mrd. US-Dollar zurück.

Im Juli 2017 startete Corporate Solutions das angekündigte Joint Venture mit Bradesco Seguros S.A. in Brasilien. Dadurch sollte ein führender Industrieversicherer in Brasilien geschaffen, der den Vertrieb von Produkten über ein schon etabliertes Vertriebsnetz ermöglicht.

Ähnliche Investitionen – mit dem Ziel, sich als führender Versicherer bei großen Erstversicherungsprogrammen zu positionieren- sollen folgen. Unter anderem wurden neue Geschäftseinheiten in Kuala Lumpur, Malaysia, sowie in britischen Manchester geschaffen. (vwh/mst) 

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