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Swiss Life boykottiert Youtube, Allianz meidet Breitbart

30.03.2017 – Google by_Alexander Klaus_pixelio.deWerbefilme von Großkonzernen laufen auch auf Youtube-Kanälen von extremistischen Seiten. Damit finanziere der Videodienst von Google indirekt Terroristen, so der Vorwurf. 250 Unternehmen wollen nun nicht mehr auf Youtube werben, solange nicht sichergestellt wird, dass sie nur bei sauberen Inhalten erscheinen. Neben Großkonzernen wie General Motors, Walmart und Toyota schließt sich auch der Versicherer Swiss Life dem Boykott an.

Jeder Betreiber eines Kanals bekommt pro Spot, der vor seinen Videos ausgestrahlt wird, Geld. Der ägyptischen Hassprediger Wagdi Ghoneim hat mit seinen 207.000 Abonnenten mehr als 70.000 Franken verdient, berichtet die Zeitung Der Bund.

“Wir sind extrem besorgt, dass unsere Spots neben Youtube-Inhalten erschienen sein könnten, die Terrorismus und Hass fördern”, begründete etwa der Telekommunikationskonzern AT&T den Werbestopp. In der Schweiz haben sich bislang der Käsehersteller Baer und der Versicherer Swiss Life dem Boykott der 250 Unternehmen angeschlossen. Bis zu 750 Mio. Dollar an Werbeeinnahmen könnten dem Videodienst so verloren gehen, schätzen Analysten des Börsenmaklers Nomura Instinet. Youtube-Mutter Google reagiert und erklärt: “Wir werden Werbungen gezielter von Videos entfernen, die Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer Religion, ihres Geschlechts oder ähnlicher Kategorien angreifen oder belästigen.”

Darauf können sich Versicherer nicht verlassen und helfen sich selbst. Die Allianz beispielsweise schöpft alle technischen Möglichkeiten aus, um sicherzustellen, dass die Werbung nicht auf öffentlich radikalen oder populistischen Webseiten landet. “Auf dieser Basis, haben wir Anfang des Jahres alle Einheiten der Gruppe angehalten, Breitbart.com auf die Blacklist zu setzen. Dies betrifft natürlich auch und vor allem alle Schaltungen im Google Display Network”, erklärt der Versicherer gegenüber VWheute. “Mit hoher Aufmerksamkeit” verfolgt die Allianz auch die neuesten Entwicklungen bei der Werbung auf Youtube. (vwh/dg)

Bildquelle: Alexander Klaus / PIXELIO / www.pixelio.de

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