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SV Sachsen hat die beste Solvenzquote

01.06.2017 – solvency_fotoliaAuch wenn sich die öffentlichen Lebensversicherer gerne als Gruppe sehen, so sind sie doch höchst unterschiedlich mit Eigenkapital und Risiken ausgestattet. Denn die Bedeckungsquote für das Solvenzkapital schwanken erheblich, wie eine Übersicht des Verbandes öffentlicher Versicherer auf Basis der unternehmensindividuellen SFCR-Berichte zeigt.

Mit den Hilfen Rückstellungstransitional und Volatilitätsanpassung kommen die elf Lebensversicherer auf Werte zwischen 284 Prozent (Öffentliche Leben Oldenburg) und 1.391 Prozent (SV Sachsen). Nur die Öffentliche Leben Sachsen-Anhalt und die Provinzial Leben Hannover haben kein Rückstellungstransitional beantragt. Ohne Hilfsmittel kommen die Gesellschaften auf Werte zwischen 129 Prozent (SV Sparkassenversicherung) und 309 Prozent (SV Sachsen).

Allerdings werden für die Öffentliche Leben Braunschweig, die Oldenburger sowie die beiden Provinzialversicherer aus Düsseldorf und Münster keine Werte dazu ausgewiesen. Die Oldenburger kommt mit Volatilitätsanpassung, aber ohne Rückstellungstransitional nur auf 22 Prozent. Die 19 öffentlichen Kompositversicherer liegen dichter beieinander: nämlich mit Solvency II-Quoten zwischen 161 Prozent (ÖSA) und 464 Prozent (Ostfriesische Landschaftliche Brand).

Nach Verbandsangaben haben die elf öffentlichen Gruppen 2016 ihr Beitragsaufkommen bei 21,23 Mrd. Euro und damit ihren Marktanteil von insgesamt 11,1 Prozent stabil gehalten. Mit 3,2 Prozent auf 10,03 Mrd. Euro ging das Lebensversicherungsgeschäft etwas stärker als im Gesamtmarkt zurück. Damit sank der Marktanteil hier leicht auf 11,1 (11,2) Prozent. Stärker als die Branche haben die Öffentlichen das Geschäft gegen Einmalbeitrag um 6,7 Prozent zurückgefahren.

Durch ihren wichtigsten Vertriebskanal, die Sparkassen, sind die öffentlichen Lebensversicherer traditionell höher in diesem Geschäft vertreten. Marktanteile verloren gingen zudem im Stammsegment Verbundene Wohngebäude- sowie in der Autoversicherung. Im Rechtsschutz und in der Unfallversicherung wurden dagegen Marktanteile hinzugewonnen.

Trotz der heftigen Sommerunwetter im Süden und Westen Deutschlands verbesserten die öffentlichen Schaden- und Unfallversicherer die Combined Ratio auf 93,3 (94,7) Prozent. Mit Ausnahme des Rechtsschutz, der auf eine Schaden- und Kostenquote von 109,2 (106,9) kommt, wurde versicherungstechnisch in allen SHUK-Sparten Geld verdient. Die Autoversicherung erreicht 98,7 (98,5) Prozent, in KH sind es noch hauchdünne 99,7 (98,3) Prozent. Die zur Sparkassen-Finanzgruppe gehörenden Versicherer erzielten addiert vor Steuern 1,09 (0,92) Mrd. Euro Gewinn. (lie)

Bildquelle: Fotolia

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