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Streit um Fliegerbombe: Axa erhält keinen Schadenersatz

09.02.2017 – 2017-02-08 16_48_22-dpa_33909408_lay - Windows-FotoanzeigeDie Stadt München muss der Axa nach der Sprengung der Schwabinger Fliegerbombe im August 2012 keinen Schadensersatz zahlen. Dies hat das Landgericht München entschieden. So verlangte der Versicherer rund 400.000 Euro von der bayerischen Landeshauptstadt, die sie an ihre Kunden – eine Boutique und ein Tonstudio – ausbezahlt hatte. Die Axa hatte der Stadt schwere Fehler vorgeworfen.

Im Fokus der Kritik stand vor allem der Kampfmittelräumdienst Tauber, dem die Axa “massive handwerkliche Fehler” vorwarf. Die Axa begründete ihre Klage mit dem Umstand, dass trotz der “Sprengung der teilweise im Boden befindlichen Bombe eine große Menge Stroh aufgeschichtet wurde, welches sich infolge der Sprengung entzündete und einen Brand in der Umgebung verursachte”.

Nach Regulierung der Schäden fordert die Axa nun von der Stadt München als Auftraggeberin der Sprengung im Rahmen des Regresses einen “Ersatz für die von uns geleisteten Zahlungen zu erhalten Hintergrund dafür ist die offensichtlich falsch durchgeführte Sprengung der Bombe”, betonte die Axa.

Gericht: Stadt München ist nicht verantwortlich

Die Richter des Münchener Landgerichts wiesen die Forderung des Versicherers nun zurück mit der Begründung, die Stadt sei der falsche Adressat für mögliche Schadensersatzforderungen. München sei zudem nicht für die Schäden verantwortlich, wird das Gericht laut Bayerischem Rundfunk (BR) zitiert.

Die Frage, ob der Sprengdienst die Sprengung tatsächlich so dilettantisch durchgeführt habe, wie von der Axa behauptet, wollten Richter jedoch nicht beantworten. Die Axa selbst wollte sich auf Anfrage von VWheute nicht konkret zum Urteil äußern. “Wir haben das Urteil zur Kenntnis genommen und werden weitere Schritte prüfen”, betonte eine Unternehmenssprecherin. (vwh/td)

Bild: Die Feilitzschstraße nach der Sprengung. Viele Fenster gingen zu Bruch (Quelle: dpa)

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