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Schulterklopfen bei der Debeka

02.03.2017 – Laue_PKVMit den ihr verliehenen Auszeichnungen könnte die Debeka-Gruppe die gesamte Vorstandsetage tapezieren. Das liegt zum einen daran, dass die Koblenzer – anders als einige Wettbewerber – ihre Zahlen bei diesen Ausschreibungen gerne offenlegen, zum anderen an vielen günstigen Entwicklungen. Eine, die wahrscheinlich wichtigste in der Krankenversicherung, ist die Beitragsstabilität. Heute werden die Geschäftszahlen das bestätigen.

Bei den Beiträgen wies der Verein, der im Grunde mit nur einem Tarif (neben der Beamtenversicherung) unterwegs ist, bislang eine beeindruckende Konstanz aus. Die sich für den marktführenden Krankenversicherer bei den Vollkosten-Tarifen auch in harten Zahlen auszahlte: Entgegen des Branchentrends erzielte die Debeka nämlich zwischen 2010 und Anfang 2016 absolut den höchsten Bestandszuwachs. Doch nun hat es auch die Debeka erwischt.

Seit Jahresbeginn zahlen die Vollversicherten durchschnittlich 8,5 Prozent mehr Prämie – und in der Spanne kann es hochgehen bis auf 20 Prozent. Bei Angestellten und Selbstständigen waren die Beiträge größtenteils sechs Jahre nicht angepasst worden. Nun hat der Berechnungsmodus mit dem auslösenden Faktor zugeschlagen: Statt geglättet in den letzten Jahren durchschnittlich etwa 1,6 beziehungsweise 1,4 Prozent Verteuerung legen die Beiträge nun deutlich zu.

Mit Beitragsstabilität wird die Debeka bei den anstehenden Ratings und Rankings nun nicht wirklich punkten können. Um so mehr freut man sich da in Koblenz über den aktuellen map-report, der noch auf den 2015er Zahlen basiert. “Herausragend im Test des map-report steht die Debeka dar, die größte private Krankenversicherung in Deutschland, bei der jeder vierte Privatversicherte Mitglied ist. Sie erhielt auch im aktuellen Test wieder die höchste Auszeichnung für “langjährig hervorragende Leistungen und liegt damit im Dauertest seit 17 Jahren unverändert in der Spitzengruppe“, wurde gestern gemeldet.

Auf der heutigen Bilanzpressekonferenz wird Debeka-Chef Uwe Laue dagegen die Gründe für die Beitragserhöhungen 2017 erläutern müssen. Und hoffentlich kann der PKV-Verbandschef Laue auch Positives in Sachen gesetzliche Änderung des Berechnungsmodus für die Beitragsanpassung berichten. Das wäre nicht nur den eigenen Siegeln dienlich, sondern auch den Versicherten und den Vermittlern, die nicht von erratischen Preisausschlägen leben müssten. (lie)

Bild: Debeka-Vorstandschef Uwe Laue (Quelle: PKV)

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