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R+V setzt auf digitales Wachstum

26.04.2017 – norbert_rollinger_lieBis zu ihrem 100-jährigen Bestehen im Jahr 2022 will die R+V-Gruppe ihr Beitragsvolumen von aktuell 15,8 Mrd. Euro auf 20 Mrd. Euro ausbauen. “Mit einem umfassenden Wachstumsprogramm, das Investitionen in die Digitalisierung von zusätzlich 100 Mio. Euro jährlich beinhaltet, wollen wir den nachhaltigen und ertragsorientierten Geschäftserfolg fortsetzen”, sagte Vorstandschef Norbert Rollinger auf der Bilanz-PK.

Der seit Jahresbeginn neue Gruppen-Chef nannte als Wachstumsfelder unter anderem die betriebliche Altersvorsorge, Firmenkunden- sowie Plattformgeschäft, Pflege und den Ausbau der aktiven Rückversicherung. Anders als Wettbewerber will Rollinger bei der digitalen Transformation auf den Abbau von Arbeitsplätzen verzichten. Dank der außerordentlichen Finanzstärke und konsequenter Effizienzsteigerungen in den letzten Jahren bedürfe es auch keiner zusätzlichen breiten Kostensenkungsprogramme, und die Investitionen könnten aus eigener Kraft finanziert werden.

Die Gruppe kommt auf eine Solvency II-Quote von 235 Prozent, ohne dass die Übergangsregelung in Anspruch genommen wird. Für die R+V Lebensversicherung AG wurde eine Solvenzquote von 421 Prozent genannt. “Die Digitalisierung ist für uns ein Wachstumsthema, kein Abbauprogramm – und Rationalisierungen sind nur ein willkommener Nebeneffekt.” Die Gruppe werde kein digitaler Versicherer, sondern wolle “digital persönlich unterwegs” sein. Einfache Produkte würden auch für den Online-Abschluss entwickelt, aber mit Anknüpfungen an die persönliche Beratung.

Man wolle sich noch enger mit der genossenschaftlichen Finanzgruppe verzahnen und deren hoch frequenten Kundenkontakt zum Vorteil nutzen. Zur Anpassung an die Bankenstrukturlandschaft gehört auch die Verringerung der Vertriebsdirektionen auf vier von bisher fünf. Einen Rückzug aus der Fläche gebe es aber nicht. “Wir bleiben im Angriffsmodus“, so Vertriebschef Heinz-Jürgen Kallerhoff. “Den produktiven Außendienst wollen wir ausbauen, innen könnten es eher weniger Mitarbeiter werden”. Die R+V-Gruppe sieht sich als größten Bankenversicherer. Den Raiffeisen- und Volksbanken wurden 2016 rund 470 Mio. Euro an Provision und Boni (2015: 465 Mio.) gezahlt.

Nach einem überdurchschnittlichen Plus von 4,8 Prozent im Geschäftsjahr 2016, das von allen Sparten – auch Leben – getragen wurde, wuchs die Gruppe im ersten Quartal 2017 um 5,2 Prozent. “Auch in der Lebensversicherung sind wir gut unterwegs. Garantieprodukte und betriebliche Altersvorsorge sind die Zugpferde”, so Rollinger. “Erfolgreich waren auch die Auto-Abwerberunden.” Über das Gesamtjahr 2016 wurden zusätzlich 150.000 Kfz-Verträge akquiriert. (lie)

Bild: Norbert Rollinger auf der Bilanzpressekonferenz der R+V in Wiesbaden. (Quelle: lie)

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