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Q1: W&W und Allianz machen weniger Gewinn

16.05.2018 – Bilanz, Zahlen Boerse M. Gapfel_pixelio.deDie Allianz ist im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres unter den Erwartungen geblieben. So sank der operative Gewinn aufgrund negativer Währungseffekte um sechs Prozent auf 2,8 Mrd. Euro. Auch bei der W&W-Gruppe ging der Gewinn zum Jahresauftakt auf 58,0 Mio. Euro (2016: 69,5 Mio.) zurück. Dennoch halten beide Konzerne an ihren Gewinnzielen fest.

Eher übersichtlich fielen bei der Allianz die Prämieneinnahmen aus: So stiegen die Beitragseinnahmen in den ersten drei Monaten des Jahres 2018 leicht um 0,7 Prozent auf 36,5 Mrd. Euro (Q1 2017: 36,2 Mrd.). Deutlich stärker schnitt hingegen die Kompositsparte ab: Immerhin stiegen die Bruttobeitragseinnahmen im ersten Quartal 2018 um 1,1 Prozent auf 17,9 Mrd. Euro (Q1: 17,7 Mrd.). Das operative Ergebnis stieg im Vergleich zum ersten Quartal 2017 um 1,2 Prozent auf 1,274 Mrd. Euro (Q1: 1,259 Mrd.).

“Der Anstieg der Prämieneinnahmen und die Verbesserung der Schaden-Kosten-Quote im ersten Quartal unterstreichen die Leistungsfähigkeit unseres Schaden- und Unfallversicherungsgeschäfts. Das versicherungstechnische Geschäft wurde durch unsere Bemühungen zur Verbesserung der technischen Exzellenz und Produktivität gestärkt. Wir bleiben auf Kurs, unser Ziel von 94 Prozent in der Schaden-Kosten-Quote zu erreichen”, kommentiert Giulio Terzariol, Finanzvorstand der Allianz SE.

Lediglich in der Leben- und Krankensparte ging das operative Ergebnis ging um 7,4 Prozent auf 1,,069 Mrd. Mrd. Euro (Q1 2017: 1,155 Mrd.) aufgrund volatiler Marktbedingungen und Währungsumrechnungseffekte in den USA zurück. “Die Allianz Gruppe hat das Lebensversicherungsgeschäft im Quartal weiter verbessert; insgesamt hat der Geschäftsbereich ein starkes Ergebnis erzielt. Der Neugeschäftswert stieg um acht Prozent. Auch das operative Ergebnis war mit 1,1 Mrd. Euro im Quartal stark. Wir bleiben mit unseren Bemühungen, das Neugeschäft auf innovative Produkte auszurichten, weiterhin erfolgreich auf Kurs”, ergänzt Terzariol.

Konzernschef Oliver Bäte gibt sich dennoch: “Die Allianz ist gut ins Jahr 2018 gestartet. Wir haben sowohl den Umsatz als auch den Überschuss gesteigert, auch wenn die Marktvolatilität im ersten Quartal auf operativer Ebene Spuren hinterließ. Mit dieser guten Leistung ist die Allianz auf dem richtigen Weg, ihre Jahresziele für 2018 zu erreichen”. Erst vor wenigen Tagen hatte er auf der Jahreshauptversammlung angekündigt, die Sachsparte in den kommenden Jahren “zukunftssicher” zu machen.

W&W sieht sich auf Kurs

Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) hat im ersten Quartal dieses Jahres ebenfalls einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. So ist der Konzernüberschuss im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 58,0 Mio. Euro (Q1 2017: 69,5 Mio.) zurückgegangen, was der Versicherer mit dem von 2018 bis 2020 laufenden großen Investitionsprogramms begründet. Dabei legten die gebuchten Bruttobeiträge um 5,8 Prozent auf 879,5 Mio. Euro (Q1 2017: 831,4 Mio. Euro). Trotz höherer Elementarschäden blieb die Combined Ratio (Schaden-/Kostenquote) brutto mit 87,4 Prozent nahezu konstant. In der Personenversicherung stiegen die gebuchten Bruttobeiträge auf 550,9 Mio. Euro nach 545,9 Mio. Euro im Vorjahr. Im Baufinanzierungsgeschäft erzielte die W&W-Gruppe im ersten Quartal ein Plus
von 6,3 Prozent auf 1,4 Mrd. Euro.

“Die ersten drei Monate zeigen die gestiegene innere und äußere Stärke unserer Gruppe. Trotz erheblicher Zusatz-Investitionen in neue digitale Produkte, Geschäftsmodelle und Prozesse und trotz weiterhin schwieriger Märkte haben wir ein mehr als ordentliches Ergebnis erwirtschaftet. Diesen Schwung gilt es nun im weiteren Jahresverlauf zu erhalten. Wir führen gleichzeitig unsere strategischen Initiativen und die konsequente Ausrichtung auf die Kundenbedürfnisse weiter. Die digitale Transformation ist ein Katalysator nicht nur für unsere ambitionierten Wachstums- und Ertragsziele, sondern auch für die W&W-Gruppe der Zukunft”, kommentiert W&W-Vorstandschef Jürgen A. Junker den Jahresauftakt 2018.

MLP mit höheren Gesamterlösen

Deutlich positiver startete hingegen der Wieslocher Finanzdienstleister MLP in das Geschäftsjahr 2018. So stiegen die Gesamterlöse um drei Prozent auf 167,9 Mio. Euro (Q1 2017: 158,9 Mio. Euro). Den größten Teil steuerten die Provisionserlöse mit 160,4 Mio. Euro (153,8 Mio. Euro) bei. Die Erlöse aus dem Zinsgeschäft lagen mit 4,4 Mio. Euro leicht unter dem Vorjahr (5,1 Mio. Euro). Das Konzernergebnis stieg um acht Prozent auf 9,3 Mio. Euro.

“Wir sind gut aus den Startlöchern gekommen und haben das sehr starke Ergebnis des Jahresauftakts 2017 wiederholt. Damit liegen wir nach drei Monaten voll im Plan für unsere Ziele im Gesamtjahr. Der Trend stimmt und stabilisiert sich weiter. Wir profitieren immer mehr von der strategischen Verbreiterung unserer Umsatzbasis in den vergangenen Jahren. Diesen Weg werden wir konsequent weitergehen”, kommentiert MLP-Vorstandsvorsitzender Uwe Schroeder-Wildberg. (vwh/td)

Bildquelle: M. Gapfel / PIXELIO (www.pixelio.de)

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