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Provinzial Nordwest treibt 41 Projekte voran

26.01.2017 – Direktionsgebaeude_in_Muenster_3-Timm_KleinEin exzellentes Jahr in der Schadenversicherung hat die Provinzial Nordwest hinter sich. Das Lebensversicherungsgeschäft litt unter dem rückläufigen Geschäft gegen Einmalbeitrag. Vorstandschef Wolfgang Breuer wird in diesem Jahr Projekte in acht Handlungsfeldern vorantreiben. Im vergangenen Jahr hat er bereits die Führung des Konzerns deutlich gestrafft.

Wachstum, Produkte, Digitalisierung, Ertrag, Effizienz, Personal, Konzernorganisation und Steuerung: Provinzial-Nordwest-Chef Wolfgang Breuer wird in diesem Jahr das von ihm initiierte “Zukunftsprogramm NordWest 2018″ weiter vorantreiben. 41 Projekte will er bis Ende nächsten Jahres erfolgreich beenden. Im vergangenen Jahr hat der Chef des zweitgrößten öffentlichen Versicherers den Vorstand erheblich verschlankt. Die Anzahl der Vorstandsressorts wurde um ein Drittel reduziert, die Hauptabteilungen ebenfalls. “Mit der 2016 etablierten konzernübergreifenden Governancestruktur sind wir deutlich schlanker und schlagkräftiger aufgestellt”, sagt Breuer.

Er will die Provinzial omnikanalfähig machen. Kunden können jetzt Schäden online melden, Verträge digital unterschreiben und einen Live-Chat auf der Homepage nutzen. Mitte 2017 geht ein neues Kundenportal mit elektronischem Postfach und digitalen Services online. Ein neues Produkt zum digitalen Notfallmanagement startet im Mai. Smart Home und Cyber-Risiken werden die Nordwestdeutschen versichern.

wolfgang_breuer_woIn der Schadenversicherung profitierte die Provinzial Nordwest von extrem gering Schäden und sehr guten Preisen. Die Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich nach vorläufigen Zahlen auf rund 89 Prozent, drei Prozentpunkte weniger als im Jahr 2015. Bei der Westfälischen Provinzial verringerte sich die Quote sogar auf 84 Prozent. Die Aufwendungen für Sturmschäden sind im vergangenen Jahr stark zurückgegangen.

Probleme machen eigentlich nur Feuer-Großschäden und Leitungswasserschäden in der Wohngebäudeversicherung. Mit 1,83 Mrd. Euro Beitragseinnahmen ist die Schadenversicherung das zweitgrößte Geschäftsfeld der Norddeutschen. Die Beiträge stiegen um 3,4 Prozent, vor allem in Wohngebäude und in Kraftfahrt kam mehr in die Kassen.

38 Prozent der Beitragseinnahmen gehen in Fondspolicen

Im Hauptgeschäftsfeld Lebensversicherung waren die Beitragseinnahmen hingegen rückläufig. Die gebuchten Bruttobeiträge gingen um 14,5 Prozent auf 1,97 Mrd. Euro zurück. “Beim Geschäft gegen Einmalbeiträge sind wir 2016 bewusst auf die Bremse getreten”, sagt Breuer. Die Norddeutschen bieten weiter Riester-Produkte an und stellen sukzessive auf neue Produkte um. 38 Prozent der Beitragseinnahmen fließen inzwischen in fondsgebundenen Versicherungen und Hybridversicherungen. 2015 lag der Anteil noch bei 29 Prozent. Das Geschäft gegen laufenden Beitrag habe deutlich angezogen, berichten die Münsteraner. Die Kapitalanlagen in der Lebensversicherung erbrachten im vergangenen Jahr eine Nettoverzinsung von 4,1 Prozent. (ba)

Bildquellen: Tim Klein / Wolfgang Otte

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