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Neues Insurtech: Finleap plant den nächsten Schlag

14.02.2018 – Schlag_Handschuh_Kampf_Rike_pixelio.de.In letzter Zeit lag Stille über dem Finleap-Lager in Berlin, jetzt heißt es von Unternehmensseite: “Wir planen weitere Insurtechs”. Das Juwel im Hause Finleap sei nach wie vor der Makler Clark, aber auch mit Element haben die Berliner große Pläne, der Joker im Portfolio ist Perseus.

Ramin Niroumand, CEO des Fintech-Company-Builders Finleap, arbeitet fleißig an neuen Ideen, bisher sei allerdings “kein neues Produkt in der Mache”, wie die Börsen-Zeitung meldet. Sehr wohl würden aber “neue Geschäftsmodelle geprüft”. Der Markt würde sich derzeit laut Niroumand wandeln: Nach Ansicht des CEO würden Versicherungen bald dazu verwendet, um die eigentlichen Produkte besser zu verkaufen. Das öffne Türen zu viele Branchen. Den (angedachten) Einstieg von Amazon in den Markt sieht er als Bestätigung seiner These.

Clark strahlt

Momentan umfasst das Finleap-Netz dreizehn Unternehmen, der Insurtech-Sektor macht 40 Prozent des Portfoliowertes aus. Der Makler Clark entwickelt sich dabei besonders erfreulich. Im Oktober erklärte Clark-CEO Christopher Oster im VWheute-Interview, dass sich die im Jahr 2017 vervierfacht habe und sich einer sechsstelligen Kundenzahl “mit großen Schritten” nähere. Ein Treiber dieser Entwicklung sei der Bankenvertrieb, der mit Kooperationen, unter anderem mit der ING-Diba und der DKB, vorangetrieben und ausgebaut werde.

Element und Perseus

Eher im Hintergrund des Business arbeitet Element. Das Unternehmen verwirklicht Produkte und Prozesse im Auftrag eines Dritten und stellt diese dem Auftraggeber zur Verfügung. Dieser muss nicht zwingend ein Versicherer sein, sondern kann auch ein Online-Händler oder Insurtechs sein.

Auf Versichererseite arbeitet die Signal Iduna mit Element zusammen, über ein in Bälde erscheinendes Produkt wird bereits gemunkelt. Mit fünf weiteren Unternehmen soll Element bereits nahezu handelseinig sein und stehe laut Niroumand “kurz vor der Unterschrift”. Vielleicht aus diesem Grund ist für dieses Jahr eine neue Finanzierungsrunde für Element angedacht. Im Vorjahr kamen 39. Mio.-Euro zusammen, unter anderem von der Hannover RE und der Signal Iduna.

Das neuste Kind mit Versicherungsbezug ist Perseus. Das Unternehmen beschäftigt sich mit der Cybersicherheit von KMUs. Derzeit sei man “mit mehrere Versicherern” im Gespräch, die den “Cyber Security Club für den deutschen Mittelstand” als Ergänzung für ihr eigenes Angebot sehen. Der Club will bei der Vorsorge helfen und im Schadenfall Nothilfe von Experten anbieten. (vwh/mv)

Bild: Schlag (Quelle: Rike / www.pixelio.de / PIXELIO)

Anmerkung der Redaktion: In einer früherenVersion stand, “momentan umfasst das Finleap-Netz dreizehn Unternehmen, der Makler Clark macht 40 Prozent des Portfoliowertes aus.” Diese Zahl ist falsch, der Absatz wurde geändert.

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